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Was sind Aktien?

Die Aktie ist ein Wertpapier, das den Anteil an einer Aktiengesellschaft (AG) repräsentiert. Ist dieses Unternehmen an einer Börse eingeführt (gelistet), so sind dessen Anteile handelbar (fungibel) und der Wert der Aktien bzw. der Gesellschaft jederzeit transparent.

Die AG stellt eine Kapitalgesellschaft dar, welche von drei Organen kontrolliert wird: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Als Käufer einer Aktie werden Sie zum Aktionär und gehören damit der Hauptversammlung dieser Gesellschaft an.

Die Hauptversammlung bestimmt den Aufsichtsrat und entscheidet über unternehmerische Fragen. Der Vorstand ist für die geschäftliche Leitung der Aktiengesellschaft verantwortlich. Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand.

Den rechtlichen Rahmen für deutsche Aktiengesellschaften bildet seit dem 01. Januar 1966 das Aktiengesetz. Hier sind alle Rechte und Pflichten der drei Organe einer Aktiengesellschaft (Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung) festgelegt.

Vorteile von Aktien

Der Aktienbesitz weist gegenüber Derivaten zwei wesentliche Vorteile auf:

Dividende

Als Aktienbesitzer haben Sie Anspruch auf eine Dividendenzahlung. Die Höhe wird auf der Hauptversammlung verabschiedet, und die Zahlung wird Ihnen nach Abzug der entsprechenden Quellensteuer gutgeschrieben. Derivate Produkte (Futures, Optionen, Optionsscheine, Zertifikate) gewährleisten keine Dividendenansprüche. Bei CFDs hingegen erhalten Sie ebenfalls eine Dividendengutschrift.

Stimmrecht

Als Aktionär besitzen Sie ein Stimmrecht, das Ihnen auf der Hauptversammlung die Möglichkeit gibt, über Fragen der Unternehmensführung mit- zubestimmen. Derivate Produkte (Optionen, Optionsscheine, Zertifikate, CFDs oder Futures) beinhalten kein Stimmrecht.

Die verschiedenen Aktienarten

Je nach rechtlicher Ausgestaltung der Verbriefung unterscheidet man folgende Aktienarten:

Inhaberaktie

Bei der Inhaberaktie bedingt das Eigentum an der Aktie die volle und sofortige Wahrnehmung der Gesellschafterrechte. Die Übertragung von Inhaberaktien bedarf keiner besonderen Form, sie sind frei veräußerbar.

Namensaktie

Die Namensaktie ist dadurch gekennzeichnet, dass erst nach Eintrag des Aktionärs ins Aktienregister (früher: Aktienbuch) die Gesellschafterrechte wahrgenommen werden können. Sollte der Eintrag ins Aktienregister darüber hinaus noch eine zusätzliche Genehmigung durch die Gesellschaft (durch Vorstand oder Hauptversammlung) verlangen, spricht man von einer vinkulierten Namensaktie.

Je nach Ausgestaltung des Stimmrechts unterscheidet man folgende Gattungen:

Stammaktie

Die Stammaktie ist die klassische Aktiengattung, auch als „Standardaktie" bekannt. Sie genießt alle Gesellschafterrechte gemäß Aktiengesetz und weist keine Besonderheiten oder Ausnahmen auf.

Vorzugsaktie

Die Besonderheit einer Vorzugsaktie besteht darin, dass sie kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung gewährt. Der Wegfall dieses Gesellschafterrechts wird durch die bevorzugte Behandlung bei der Ausschüttung des Bilanzgewinns (Dividende) kompensiert. Vorzugsaktien genießen somit den Vorzug einer höheren Dividende, Sie bezahlen dies aber mit dem Wegfall des Stimmrechts. Sollte eine Aktiengesellschaft zwei Geschäftsjahre in Folge keine Vorzugsdividende zahlen, werden auch Vorzugsaktien stimmberechtigt.

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