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Was sind Carry Trades

Eine Besonderheit im Devisenhandel sind sog. Carry Trades, bzw. Carry Trade Zinsen. Diese Zinsen erhalten Sie jeden Tag in Form von einer Einstiegskursanpassung auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Carry Trade Zinsen entstehen, wenn in unterschiedlichen Währungsräumen unterschiedliche Zinsniveaus herrschen. So sind die Türkei, Australien oder Neuseeland Hochzinsregionen, die USA, die Schweiz, Kanada oder Japan inzwischen Niedrigzinsregionen. Handelt man nun AUDJPY long, dann kauft man AUD mit einem in JPY finanzierten Kredit. Man Zahlt dafür 0,5% Zinsen, für das AUD-Guthaben erhält man Zinsen von 4,5%. Die Differenz, in diesem Beispiel 4% ist der sog. Carry Trade.

Welche Orderzusätze gibt es für den Devisenhandel beim CFX Broker?

Orderzusätze oder Handelsoptionen sind Bezeichnungen, die eine Handelsorder genauer definieren und bestimmte Bedingungen stellen, unter denen diese Order ausgeführt werden soll. Im Devisenhandel sind folgende Orderzusätze möglich:


Limit-Order
Sie vergeben einen festen Preis (Limit) für den Kauf oder Verkauf Ihrer Devisen. Die Limit-Order ist ein Mindestpreis: Die Ausführung Ihres Auftrags erfolgt mindestens zu dem Limit oder besser.

Market-Order
Die Market-Order ist ein unlimitierter Kauf- oder Verkaufsauftrag. Die Ausführung erfolgt zum nächstmöglichen Kurs, d.h. billigst (bei Kauf) oder bestens (bei Verkauf).

Stop-Order
Eine Stop-Order wird erst dann aktiviert, wenn ein von Ihnen definierter Kurs (Stop-Marke) erreicht wird. Stop-Orders dienen sowohl dem Aufbau neuer als auch dem Risikomanagement bestehender Devisenpositionen.

Man unterscheidet Stop-Buy- und Stop-Sell-Orders:

Stop-Buy-Order

Bei Erreichen oder Überschreiten des von Ihnen gesetzten Stop-Buy-Kurses wird der Kaufauftrag ausgeführt.

Beispiel:
Der Euro-Dollar notiert aktuell bei 1,4925. Bei Überschreiten der psychologischen Marke von 1,5000 sehen Sie weiteres Kurspotenzial für den Euro. Sollte diese Marke nicht erreicht werden, trauen Sie dem Euro keine weitere positive Entwicklung zu.
Zur Umsetzung Ihrer Erwartung platzieren Sie eine Stop-Buy-Order mit dem Stop-Kurs von 1,50. Erst bei Erreichen oder Überschreiten des Kurses von 1,50 wird Ihr Kaufauftrag ausgeführt. Erreicht der Euro-Dollar den Kurs von 1,50 für die Dauer Ihres Auftrages nicht, haben Sie keine Euro gekauft.

Stop-Sell-Order

Bei Erreichen oder Unterschreiten des von Ihnen gesetzten Stop-Sell-Kurses wird der Verkaufsauftrag ausgeführt.

Beispiel: USD-JPY
Sie sind Besitzer von 100.000 US-Dollar bei einem Einstand von 102,5 japanischen Yen (JPY) je Dollar, insgesamt somit 10.250.000 Mio. JPY. Mittlerweise ist Ihre Spekulation aufgegangen und der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen weiter gestiegen (auf 104). Sie sind vom Kurspotenzial der amerikanischen Leitwährung in Bezug zum Yen so lange überzeugt, wie der Devisenkurs oberhalb der wichtigen Chartmarke von 100 notiert.
Da Sie die nächste Woche beruflich unterwegs sind und das Risiko eines starken Dollarkursverfalls vermeiden wollen, platzieren Sie bei CFX Broker eine Stop-Sell-Order bei 100,00 Yen für Ihre Dollar-Position. Das hat zur Folge, dass bei Erreichen oder Unterschreiten dieser Marke Ihre 100.000 Dollar bestens verkauft werden. Sollte während Ihrer Dienstreise die Marke von 100 nicht erreicht bzw. unterschritten werden, bleiben Sie weiter in 100.000 US-Dollar investiert.

Was bedeutet OTC-Handel?

OTC ist die Abkürzung der englischen Bezeichnung „Over the Counter" und heißt übersetzt „über den Tresen". Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie im OTC-Handel „über den Tresen" gezogen werden, sondern besagt vielmehr, dass es sich hierbei um außerbörsliche Abschlüsse handelt. OTC-Geschäfte sind Transaktionen, die nicht über eine Börse abgewickelt werden, sondern im Direktgeschäft mit CFX Broker.
Der Unterschied zum Börsenhandel besteht darin, dass im OTC-Handel wir Ihr Handelspartner sind, während an einer Börse eine Vielzahl von Teilnehmern für Liquidität sorgt. Im OTC-Handel sind Sie und Ihr Broker faktisch unter sich. Dementsprechend sind Sie auf eine faire Preisstellung (Geld-Brief-Spanne) angewiesen. Dies ist bei CFX Broker zu jeder Marktphase gewährleistet. Hier können Sie sicher sein, dass Sie nicht „über den Tresen gezogen" werden.

Welche Risiken beinhaltet der Handel mit Devisen?

1. Devisenhandel
Der Devisenhandel wird über Margins (Sicherheitsleistungen) abgewickelt. Der Verlust beim Handel mit Devisen kann die ursprünglich geforderte Margin erheblich überschreiten. Bei verlustträchtigen Positionen werden Sie aufgefordert, Geld nachzuschießen.

Theoretisch kann eine gekaufte Währung nahezu ihren gesamten Wert verlieren. Das ist denkbar, wenn eine Volkswirtschaft in eine existenzbedrohende Wirtschaftskrise gerät. In der Vergangenheit ist dies vereinzelt geschehen (Argentinien, Brasilien, Thailand, Russland). Diese Beispiele stellen jedoch im historischen Vergleich die absoluten Ausnahmen dar. Langfristig gesehen bergen Devisen nicht das Risiko eines totalen Wertverlustes, ihre Wertentwicklung ist in erster Linie abhängig von der wirtschaftlichen Lage und dem Zinsniveau der jeweiligen Länder.

2. Devisenoptionen
Devisenoptionen verkörpern ein völlig anderes Risikoprofil im Vergleich zum Devisenhandel. Dabei ist zwischen dem Kauf und dem Verkauf von Devisenoptionen zu unterscheiden:

2.1. Kauf von Devisenoptionen
Als Käufer einer Option besitzen Sie das Recht, eine bestimmte Währung (Basiswert) zu beziehen (Kaufoption, Call) oder zu veräußern (Verkaufsoption, Put). Für dieses Recht bezahlen Sie eine Optionsprämie. Notiert der Devisenkurs am Ende der Laufzeit unterhalb des Basispreises beim Call bzw. oberhalb des Basispreises beim Put, so verfällt Ihre Option wertlos. Sie erleiden zwar einen Verlust in Höhe der Optionsprämie, allerdings ist Ihr Verlust begrenzt, da die Optionsprämie nur einen geringen Prozentsatz des Geschäftsvolumens ausmacht.

2.2. Verkauf von Devisenoptionen
Als Verkäufer von Optionen haben Sie theoretisch ein unbegrenztes Verlustpotenzial. Ihr Gewinn ist auf die Einnahme der Optionsprämie beschränkt. Beim Verkauf von Optionen profitieren Sie von einer Seitwärtsbewegung des Währungspaares und damit vom Rückgang der Volatilität. Bei einer ungünstigen Kursentwicklung und einem Anstieg der Volatilität ist Ihr Verlustrisiko jedoch nahezu unbegrenzt.


Oft wird der Verkauf von Optionen mit einem Devisengeschäft kombiniert. Beispielsweise kaufen Sie US-Dollar und verkaufen gleichzeitig einen Call (Kaufoption) auf diese Position. In diesem Fall spricht man von einem gedeckten Verkauf eines Call. Steigt der Preis des Dollar an, verlieren Sie zwar auf den verkauften Call, können dies jedoch durch den Dollar-Bestand kompensieren.

Achtung: Der ungedeckte Verkauf von Option ist höchst riskant!
Der ungedeckte Verkauf von Optionen gehört zu den riskantesten Handelsstrategien in der Finanzwelt. Ihr Verlust ist nahezu unbegrenzt, während der Gewinn auf die Optionsprämie beschränkt ist. Man spricht aus diesem Grund auch von einem asymmetrischen Risikoprofil. Der ungedeckte Verkauf von Optionen sollte nur von äußerst erfahrenen Händlern als Strategie angewandt werden.

3. Devisentermingeschäfte (Forwards)
Das Risikoprofil von Devisen-Forwards ist analog dem klassischen Devisenhandel.

Wie kann ich Verluste im Devisenhandel begrenzen?

Eine sinnvolle Verlustbegrenzung im Devisenhandel ist das Setzen einer Stop-Order(Stop-Loss). Der Stop-Kurs ist die Marke, bei der die Begrenzung einer entstandenen Verlustposition sinnvoll erscheint. Bei Erreichen dieser Marke wird Ihre Stop-Order zum nächstmöglichen Kurs (Market) ausgeführt, womit Sie weitere Verluste auf Ihre Devisenposition vermeiden.

Auch bei Devisen sind Stop-Loss-Marken hilfreiche Risikobegrenzer

Schon beim Eingehen einer Position sollten Sie eine Stop-Loss-Marke setzen, bei deren Erreichen Sie eine mögliche Verlustposition glattstellen. Das sollten Sie konsequent beachten, um Verluste in einem für Sie erträglichen Rahmen zu halten. Es gilt die Handelsweisheit: Gewinne laufen lassen, Verluste kappen (begrenzen).

Beispiel:
Sie haben vor einer Woche 100.000 Euro zu einem Einstandskurs von 1,5400 US-Dollar (entspricht einem Gegenwert von 154.000 US-Dollar) erworben. Die Margin und damit Ihr Kapitaleinsatz für diese Position beträgt 1 % des Geschäftsvolumens, d.h. 1.540 US-Dollar.
Ihre Erwartung auf steigende Kurse erfüllt sich leider nicht, und der Kurs fällt zunächst auf 1,5350 US-Dollar. Sie möchten jedoch nicht mehr als 1.000 US-Dollar auf diese Position verlieren. Folgerichtig platzieren Sie eine Stop-Sell-Order bei 1,5300 Euro für Ihr Dollar-Investment. Dies hat zur Folge, dass bei Erreichen oder Unterschreiten dieser Marke Ihre Euro zu diesem Preis verkauft werden und Sie noch 153.000 US-Dollar Gegenwert erzielen. Ihr Verlust in diesem Beispiel ist damit auf 1.000 US-Dollar begrenzt (154.000 $ - 153.000 $ = 1.000 $), was 653,59 € (1.000 $ : 1,53 = 653,59 €) entspricht.

Wie bildet sich ein Devisenkurs?

Der Kurs eines Währungspaares hängt in erster Linie von der wirtschaftlichen Stabilität und der Zinsdifferenz beider Währungsländer ab. Allerdings existiert keine mathematische Formel, die den „fairen" Preis einer Devise berechnet.

Der Devisenkurs bildet sich durch Angebot und Nachfrage der Marktteilnehmer sowie durch ihre Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung des Währungspaares.

Der Devisenmarkt ist der effizienteste Handelsplatz der Welt

Aufgrund des hohen Bedarfs an Währungstransaktionen und der damit verbundenen Liquidität ist der Devisenmarkt der effizienteste Handelsplatz der Welt. Der „faire" Devisenkurs ist ein Abbild der gehandelten Preise.

Was geschieht mit offenen Devisenpositionen?

Bei Devisenpositionen, die Sie über Nacht halten, wird ein sogenanntes Roll-Over-Verfahrendurchgeführt. Offene Devisenpositionen, die bis Handelsende (17.00 Uhr New York Ortszeit) nicht geschlossen sind, werden auf den nächsten Valutatag (Wertstellungstag) übertragen (englisch: roll over).


Dabei werden diese offenen Währungspositionen mit einem von CFX Broker berechneten Swap-Satz belastet bzw. gutgeschrieben.

Unrealisierte Gewinne oder Verluste der im Roll-Over-Verfahren „gerollten" Devisenpositionen erfahren ebenfalls eine entsprechende Belastung bzw. Gutschrift.

Wie berechnet sich der Wert einer Devisenoption?

Im Gegensatz zum Devisenkurs folgt der Preis bzw. Wert von Devisenoptionen einem festen mathematischen Zusammenhang (Optionspreisformel).


Zunächst setzt sich jede Option aus dem inneren Wert und dem Zeitwert (Prämie, Aufgeld) zusammen. Der innere Wert beschreibt die Differenz zwischen dem aktuellen Devisenkurs (Basiswert) und dem Bezugspreis (Basispreis) der Option.

Beispiel: Devisen-Call
Devisenkurs Euro-Dollar = 1,5250, Basispreis Kaufoption = 1,5000, Innerer Wert Kaufoption = 0,0250 (1,5250 - 1,5000) = 250 Pips

Beispiel: Devisen-Put
Devisenkurs Euro-Dollar = 1,5250, Basispreis Verkaufsoption = 1,5400, Innerer Wert Kaufoption = 0,0150 (1,5400 - 1,5250) = 150 Pips

Neben dem inneren Wert besitzt jede Option noch einen Zeitwert (Aufgeld). Die Höhe des Aufgeldes ist eine Funktion der Restlaufzeit, der Volatilität (Schwankungsintensität) des Basispreises und der Zinsdifferenz beider Währungen.

Dabei gelten folgende Zusammenhänge für Kauf- (Calls) und Verkaufsoptionen (Puts):

EinflussfaktorWert Devisen-CallWert Devisen-Put
je höher die Volatilitätsteigtsteigt
je länger die Restlaufzeitsteigtsteigt
je größer die Zinsdifferenzsteigtsinkt

Wichtige Größen im Zusammenhang mit der Preisbildung von Devisenoptionen sind folgende Kennziffern:

Delta einer Option
Das Delta einer Option gibt die Wertveränderung einer Option an, wenn sich der Basiswert (Devisenkurs) um eine Einheit bewegt. Das Delta von Call-Optionen hat einen Wertebereich von 0 bis + 1. Das positive Delta besagt, dass eine Devisen-Kaufoption an Wert gewinnt, wenn der Basiswert (Devisenkurs) ansteigt.

Das Delta von Put-Optionen hat eine Bandbreite von - 1 bis 0. Das negative Vorzeichen beim Delta erklärt die Tatsache, dass der Wert von Verkaufsoptionen fällt, wenn der Devisenkurs ansteigt.

Vega einer Option
Das Vega beschreibt die Wertveränderung einer Option bei einem Anstieg der Volatilität des Basiswertes um einen Prozentpunkt (z.B. von 11 % auf 12 %).
Beide Risikoparameter haben entscheidenden Einfluss auf die Margin-Berechnung Ihrer offenen Devisenoptionen.

Was ist am Verfallstag bei Devisenoptionen zu beachten?

Am Verfallstag endet der Handel in Devisenoptionen um 10.00 Uhr New York Ortszeit. Für Optionen, die im Geld notieren und damit einen inneren Wert besitzen, gibt es eine automatische Ausübung.


Dies bedeutet, dass Ihre Option automatisch zum Schlusskurs (Settlementpreis) abgerechnet und der innere Wert der Option gutgeschrieben wird. Als Anleger müssen Sie somit nicht gesondert auf den Verfallstermin achten, diesen Service übernehmen wir für Sie.

Wie setzt sich die Margin beim Devisenhandel zusammen?

Der Handel in Devisen und Devisen-Forwards basiert auf dem Margin-Verfahren. Beim Kauf von Devisen müssen Sie nicht den vollständigen Gegenwert in bar leisten, sondern lediglich eine geringe Sicherheitsleistung (Margin).


Mit den ersten 25.000 $ Ihrer Sicherheitsleistung erzielen Sie einen Hebel von 100, d.h. mit 25.000 $ Margin können Sie Devisenpositionen in Höhe von 2,5 Mio. $ bewegen. Das entspricht einem Margin-Satz von lediglich 1 %. Sicherheiten, die den Betrag von 25.000 $ übersteigen, werden mit einem Hebel von 50 versehen, hier beträgt der Margin-Satz dann 2 %.


Wie funktioniert die Margin-Berechnung bei Devisenoptionen?
Die Sicherheitsanforderung (Margin) bei Devisenoptionen kennt zwei optionstypische Komponenten:

1. Delta-Margin
Die Delta-Margin berücksichtigt die Veränderung des Devisenkurses und dessen Auswirkung auf den Wert der Option. Das Delta einer Option gibt die Veränderung des Optionswertes an, wenn sich der Basiswert (Devisenkurs) um eine Einheit bewegt.


Das Delta von Call-Optionen hat einen Wertebereich von 0 bis + 1. Das positive Delta beschreibt die Tatsache, dass eine Kaufoption an Wert gewinnt, wenn der Basiswert ansteigt. Kaufoptionen, die weit im Geld notieren, besitzen ein Delta von nahe 1 (in the money). Die Bezeichnung „im Geld" besagt, dass der aktuelle Kurs des Devisenpaares oberhalb des Basispreises der Option liegt. Calls, die aus dem Geld notieren (out of the money), weisen ein Delta nahe 0 auf. Kaufoptionen, deren Basispreis nah am aktuellen Devisenkurses liegt, besitzen ein Delta von 0,5 (at the money).


Das Delta von Verkaufsoptionen hat eine Bandbreite von - 1 bis 0. Das negative Vorzeichen beim Delta erklärt, dass der Wert von Verkaufsoptionen bei einem Anstieg des Basiswertes fällt. Verkaufsoptionen, die tief im Geld notieren, besitzen ein Delta von nahe - 1. Puts, die aus dem Geld liegen, weisen ein Delta von nahe 0 auf. Am Geld liegende Verkaufsoptionen besitzen ein Delta von - 0,5.


Die Delta-Margin berechnet sich wie folgt:

Delta-Margin = Gesamtvolumen x Delta der Option x Margin-Satz

Beispiel:
Der Euro-Dollar notiert aktuell bei 1,5250. Sie kaufen einen Call auf den Euro mit Basispreis 1,5250 US-Dollar für einen Gesamtwert von 100.000 Euro. Die Option befindet sich somit am Geld (at the money), d.h., der Basispreis der Option notiert beim aktuellen Wert des Euro-Dollar von 1,5250. Der Margin-Satz beträgt zurzeit 2 %. Somit errechnet sich die Delta-Margin wie folgt:


Gesamtvolumen x Delta x Margin-Satz

= 100.000 € x 0,5 x 2 % = 1.000 €

Die Delta-Margin des Call beträgt in diesem Beispiel 1.000 Euro.

2. Vega-Margin
Die Vega-Margin berücksichtigt den Einfluss der Volatilität (Schwankungsintensität) des Devisenkurses auf den Wert einer Option. Das Vega beschreibt die Wertveränderung einer Option bei Anstieg der Volatilität um 1 Prozentpunkt (z.B. von 11 % auf 12 %). Sowohl Kauf- als auch Verkaufsoptionen gewinnen beim Anstieg der Volatilität an Wert. Das erklärt sich dadurch, dass bei erhöhter Kursschwankung des Basiswertes Optionen eine größere Chance besitzen, ins Geld zu laufen und damit profitabel zu werden. Die Vega-Margin berechnet sich wie folgt:


Gesamtvolumen x Vega x Volatilität des Basiswertes x Margin-Satz

Beispiel:
Der Euro-Dollar notiert aktuell bei 1,5250. Sie kaufen einen Call auf den Euro mit Basispreis 1,5250 US-Dollar für ein Gesamtvolumen von 100.000 Euro. Das Vega dieser Option beträgt 0,1, die Volatilität vom Euro-Dollar notiert bei 12 %. Der Margin-Faktor beträgt in diesem Beispiel 20 %. Die Vega-Margin berechnet sich wie folgt:

Gesamtvolumen x Vega x Volatilität des Basiswertes x Margin-Satz

= 100.000 € x 0,1 x 12 % x 20 % = 240 €

Die Vega-Margin beträgt somit 240 Euro.

Insgesamt wird damit für den Kauf des Euro-Dollar-Call mit Basispreis 1,5250 eine Margin in Höhe von 1.240 Euro fällig. Die aktuellen Margin-Sätze für die Delta- und Vega-Margin finden Sie auf den Handelsseiten des CFX Brokers.

Welche Kosten und Gebühren fallen beim Devisenhandel an?

Geld- und Briefkurs (Spread)
Aufgrund der hohen Liquidität beim Devisenhandel sind Geld-Brief-Spannen in der Regel sehr eng, meist auf die vierte Nachkommastelle („Pip") gestellt. Für jedes Währungspaar gibt es vordefinierte Zielspreads (Spanne zwischen Geld- und Briefkurs). Die Höhe der Geld-Brief-Spanne ist abhängig von der Liquidität und der Volatilität (Schwankungsintensität) des Währungspaares. Beispielsweise beträgt diese für den Euro-US-Dollar lediglich 2 Pips (d.h. 0,0002). Ein möglicher Geld-Brief-Kurs auf dem Handelsschirm wäre somit: 1,5236 (Geldkurs) zu 1,5238 (Briefkurs). Das bedeutet, dass Sie einen Betrag in Euro zu 1,5238 Dollar kaufen und zu 1,5236 Dollar verkaufen könnten.


Für „exotischere" Währungen und die damit verbundene geringere Liquidität ist der Geld-Brief-Spread größer, z.B. für den Euro-MXN (Mexikanischer Peso) beträgt die Spanne zurzeit 6 Pips (0,0006). Der CFX Broker gewährleistet, dass Sie im OTC-Handel (außerbörslicher Handel) jederzeit faire Spreads vorfinden.

Transaktionskosten
Bei allen Produkten des Devisenhandels (Devisen, Devisenoptionen und Devisen-Forwards) fallen ab einem Mindest-Gegenwert (Gebührengrenzwert) keine zusätzlichen Transaktionskosten an. Die Gebühren sind faktisch in der Geld-Brief-Spanne eingepreist. Unterhalb des Gebührengrenzwertes wird eine fixe Bearbeitungsgebühr von 10 US-Dollar erhoben.


Die Gebührengrenzwerte für die verschiedenen Währungspaare sind unterschiedlich. Für den Euro-Dollar beträgt dieser Wert beispielsweise 50.000 Euro.

Finanzierungskosten
Devisenpositionen, die nach Handelsschluss (17.00 Uhr New York Ortszeit) offen sind, werden im so genannten Roll-Over-Verfahren auf den nächsten Valutatag (Wertstellungstag) „gerollt". Dabei werden diese offenen Währungspositionen mit einem vom CFX Brokerberechneten Finanzierungs-Satz (Swap-Satz) belastet bzw. gutgeschrieben. Für unrealisierte Gewinne oder Verluste der im Roll-Over-Verfahren übertragenen Devisenpositionen erhalten Sie ebenfalls eine entsprechende Belastung bzw. Gutschrift.

Pip, Mini-Pip, Micro-Pip?

In der Regel werden Devisenkurse mit vier Nachkommastellen angezeigt – Ausnahme: Japanischer Yen, der mit zwei Nachkommastellen auskommt. Die letzte Stelle hinter dem Komma wird Pip genannt. Ein Pip entspricht daher im Währungspaar EUR/USD 0,0001. Steigt der Euro beispielsweise von 1,4000 auf 1,4022, dann steigt er um 22 Pips.


Der CFX Broker zeigt zusätzlich eine weitere Nachkommastelle an. Durch diese Erweiterung können noch engere Spreads, die Differenz zwischen Bid- und Ask-Kurs, angeboten werden. Dieser Bruchteil eines Pips wird auch Mini- oder Micro-Pip genannt.

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