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Welche Orderzusätze gibt es für den Handel mit Futures beim CFX Broker?

Orderzusätze oder Handelsoptionen sind Bezeichnungen, die eine Handelsorder genauer definieren und bestimmte Bedingungen stellen, unter denen diese Order ausgeführt werden soll. Im Future-Handel sind folgende Orderzusätze möglich:

Limit Order
Sie vergeben einen festen Preis (Limit) für den Kauf oder Verkauf Ihres Future-Kontraktes. Die Limit Order ist ein Mindestpreis: Die Ausführung Ihres Auftrags erfolgt mindestens zu dem Limit oder besser.


Market Order
Die Market Order ist ein unlimitierter Kauf- oder Verkaufsauftrag. Die Ausführung erfolgt zum nächstmöglichen Kurs, d.h. billigst (bei Kauf) oder bestens (bei Verkauf).

Stop Order
Stop Orders werden erst dann aktiviert, wenn ein von Ihnen definierter Kurs (Stop-Marke) erreicht wird. Stop Orders dienen sowohl dem Aufbau neuer Handelspositionen als auch dem Risikomanagement offener Kontrakte.

Man unterscheidet Stop Buy und Stop Sell Orders:

Stop Buy Order
Bei Erreichen oder Überschreiten des von Ihnen gesetzten Stop Buy-Kurses wird der Kaufauftrag ausgeführt.

Beispiel:
Der DAX notiert aktuell bei 6.950 Punkten, der DAX-Future-Kontrakt mit einer Restlaufzeit von 2 Monaten bei 6.985. Bei Überschreiten der psychologischen Marke von 7.000 Punkten im DAX, was einem DAX-Future-Kurs von 7.035 entspricht, sehen Sie weiteres Kurspotenzial für den deutschen Aktienmarkt. Sollte diese Marke nicht erreicht werden, trauen Sie dem DAX keine weitere positive Entwicklung zu.
Zur Umsetzung Ihrer Einschätzung platzieren Sie im DAX-Future eine Stop Buy Order mit Stop-Kurs 7.035. Erst bei Erreichen oder Überschreiten dieser Marke wird Ihr Kaufauftrag ausgeführt.

Stop Sell Order
Bei Erreichen oder Unterschreiten des von Ihnen gesetzten Stop Sell-Kurses wird ein Verkaufsauftrag ausgeführt.

Beispiel:
Sie sind Besitzer eines Gold-Futures an der Globex mit einem Einstandskurs von 865 $. Ihre Erwartung auf steigende Goldpreise erfüllt sich leider nicht, und der Kurs fällt zunächst auf 860 $. Bei einem weiteren Kursverfall unterhalb von 850 $ scheint der Aufwärtstrend gebrochen.
Sie setzen folgerichtig eine Stop-Verkaufsorder bei 850 $ für Ihren Gold-Future- Kontrakt. Dies hat zur Folge, dass bei Erreichen oder Unterschreiten dieser Marke der Gold-Future zum nächsten gehandelten Preis (Market) verkauft wird und dadurch höhere Verluste vermieden werden. In diesem Beispiel bliebe Ihr Verlust auf 1.500 $ (15 $ x 100 Kontraktgegenwert) begrenzt.

Welche Risiken beinhaltet der Handel mit Futures?

Futures sind hochriskante Finanzinstrumente. Die Risiken sind theoretisch unbegrenzt und nicht auf die ursprüngliche Sicherheitsanforderung (Initial Margin) beschränkt. Bei gegenläufiger Kursentwicklung werden Sie aufgefordert, Sicherheiten nachzuschießen (Variation Margin).

Sie sollten beim Future-Handel niemals Kapital einsetzen, das Sie kurzfristig für Ihre private Lebensführung benötigen.

Wie kann ich im Future-Handel Verluste sinvoll begrenzen?

Eine sinnvolle Verlustbegrenzung beim Handel von Futures ist das Setzen einer Stop-Marke (Stop-Order). Schon beim Eingehen einer Position sollten Sie sich eine Marke setzen, bei deren Erreichen Sie eine mögliche Verlustposition glattstellen.

Dies sollten Sie konsequent beachten, um Verluste in einem für Sie erträglichen Rahmen zu halten. Es gilt die Handelsweisheit: Gewinne laufen lassen, Verluste kappen (begrenzen).

Wie errechnet sich das Kontraktvolumen von Futures?

Die Kontraktgrößen von Terminkontrakten sind standardisiert und werden von der jeweiligen Börse in der entsprechenden Maßeinheit festgelegt. So besitzt beispielsweise der Euro-Dollar-Future an der Globex einen Gegenwert von 125.000 € oder der Öl-Future (Crude Oil WTI) eine Kontraktgröße von 1.000 Barrel je Kontrakt.


Bei einer Preisnotierung für Crude Oil von 123,25 $ bedeutet dies einen Gegenwert in Höhe von 123.250 $ je Öl-Future-Kontrakt.

Kontraktgrößen sind grundsätzlich fix, außer bei Futures auf Aktienindizes

Kontraktgrößen sind grundsätzlich fix, unabhängig von der aktuellen Preis-Notierung des Basiswertes.
Die einzige Ausnahme zu diesem Konzept bilden Futures auf Aktienindizes. Hier sind die Kontraktgrößen variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Indexstand. Der Gegenwert eines Aktienindex-Future berechnet sich wie folgt:

Indexstand x Kontraktgegenwert

Beispiel:
DJ EuroStoxx, aktueIler Indexstand  = 3.825 Punkte
Kontraktgegenwert = 10 € pro Indexpunkt
Ein Kontrakt EuroStoxx-Future besitzt somit ein Kontraktvolumen von 38.250 € (10 x Indexstand = 10 x 3.825 = 38.250).

Wie entsteht der faire Preis eines Futures?

Der theoretische Preis eines Futures orientiert sich am Kurs des zu Grunde liegenden Basiswertes sowie an den laufzeitbezogenen Kosten und Erträgen (Haltekosten, Cost of Carry).

Die Cost of Carry berücksichtigt alle entstehenden Kosten und zufließenden Erträge des entsprechenden Basiswertes während der Laufzeit. Aufwendungen resultieren beim Halten eines Instrumentes aus Finanzierungskosten, Lagerhaltungskosten (bei Waren) und Versicherungskosten. Erträge erzielt ein Basiswert durch Stückzinsen (Anleihen), Dividenden, Barausschüttungen (Aktien) und Wertpapierleihe- bzw. Repo-Erlöse.

Cost of Carry = Kosten minus Erträge

Die Cost of Carry ist die Differenz zwischen den anfallenden Kosten und Erlösen. Sollte die Summe aller Kosten höher sein als die anfallenden Erträge, so ist die Cost of Carry positiv, und der Preis dieses Futures notiert über dem Kurs seines Basiswertes.

Beispiel:
Future auf EuroStoxx 50
aktueller Kurs EuroStoxx 50 = 3.825
Restlaufzeit: 2 Monate
Kosten: Finanzierungskosten = 3,5 % (die Finanzierungskosten wären aufzubringen für den alternativen Kauf des Aktienkorbes)                                                                                                                    Erträge: Dividendeneinnahmen + Wertpapierleiherträge = 1,0 %
Cost of Carry = Kosten - Erträge = 2,5 % (positiv)
Theoretischer Preis EuroStoxx-Future:
Indexstand + Cost of Carry für 2 Monate Restlaufzeit = 3.825 + 15,94 = 3840,94


Der Preis des EuroStoxx-Futures liegt über seinem Basiswert. Dies erklärt sich dadurch, dass die Finanzierungskosten eines vergleichbaren physischen Kaufs des Aktienkorbes (EuroStoxx) höher sind als die anfallenden Erträge. Da der Future-Preis alle Zahlungsströme seines Underlying berücksichtigt, wird diese Konstellation durch den höheren Future-Preis kompensiert.

Negatives Cost of Carry möglich
Es existieren auch Terminkontrakte mit einer negativen Cost of Carry. Das bedeutet, dass die anfallenden Erträge des Basiswertes während der Laufzeit höher sind als die entstehenden Kosten. Dies gilt beispielsweise für Futures auf Staatsanleihen bei einer normalen Zinskurve.


In diesem Fall notieren die langfristigen Stückzinsen der Anleihe höher als die kurzfristigen laufzeitbezogenen Finanzierungskosten, so dass die Erträge die Kosten übersteigen und der Preis des Futures unterhalb der Basisanleihe liegt. Je steiler die Zinskurve, desto größer ist die Preisdifferenz.

Identische Preise von Future und Basiswert am Verfallstermin.

Der Unterschied zwischen dem Preis eines Future-Kontraktes und seinem zu Grunde liegenden Instrument wird auch als Basis bezeichnet. Gegen Ende der Laufzeit nähern sich die Future-Preise dem Kurs des zu Grunde liegenden Basiswertes an. Man spricht hier von der so genannten Konvergenz der Basis. Der Einfluss der Kosten und Erträge nimmt mit geringerer Restlaufzeit ständig ab, so dass am Verfallstermin selbst die Preise von Future und Basiswert identisch sind.

Wodurch entsteht die Hebelwirkung eines Futures?

Die Hebelwirkung eines Futures erklärt sich durch den geringeren Kapitaleinsatz im Vergleich zum klassischen Kauf des Basiswertes. Bei gleichem Gegenwert der Transaktion benötigen Sie für den Handel mit Futures nur einen Bruchteil des Kapitals.

Beispiel:
Sie kaufen einen Kontrakt des Öl-Futures Crude Oil Brent WTI zum aktuellen Preis von 124 $. Crude Oil selbst notiert bei 123,25 $. Die Kontraktgröße beträgt 1.000 Barrel. Barrel ist die englische Bezeichnung für Fass (ein Fass entspricht in etwa 159 Liter).

Die Initial Margin für diese Transaktion beträgt 7.500 $, was Ihrem Kapitaleinsatz bei einem Future-Kontrakt entspricht. Beim direkten Kauf des Basiswertes Crude Oil würde Ihr Kapitaleinsatz 123.250 $ betragen (1.000 Barrel x 123,25 $). Damit erzielen Sie beim Future-Handel einen Hebeleffekt von 16,43 (123.250 $ : 7.500 $) im Vergleich zum Basiswert.

Achtung: Hebeleffekt wirkt auch bei Verlusten!

Zu beachten ist, dass der Hebeleffekt allerdings auch bei gegenläufigen Marktentwicklungen wirkt. Im Beispiel des Öl-Futures kann bei fallenden Kursen der Verlust höher sein als der ursprüngliche Kapitaleinsatz (Initial Margin) von 7.500 $.

Wie berechnet sich der Barausgleich bei Futures?

Beim Barausgleich werden auf Basis des Verrechnungskurses (Settlement-Preis) die offenen Future-Kontrakte abgerechnet und in Geld (bar) ausgeglichen. Dabei wird die Differenz zwischen Einstandskurs und Verrechnungskurs zu Grunde gelegt.

Beispiel:
Sie sind Besitzer eines DAX-Future-Kontraktes mit Einstandskurs 7.050. Am Verfallstermin, dem dritten Freitag im Fälligkeitsmonat, wird um 13.00 Uhr im Rahmen einer Auktion der Abrechnungskurs (Settlement-Preis) an der Terminbörse EUREX ermittelt.

In diesem Beispiel notiert der Settlement-Kurs bei 7.086,14 Punkten, so dass Sie einen Gewinn von 36,14 Punkten erzielt haben. Ihr Future-Kontrakt mit Einstandskurs 7050 wird dementsprechend mit einer Gutschrift von 903,50 € ((7.086,14 - 7050) x 25) abgerechnet.

Was geschieht bei der physischen Lieferung eines Future-Kontraktes?

Die physische Lieferung eines offenen Future-Kontraktes ist die Erfüllung der Verpflichtung aus dem abgeschlossenen Termingeschäft. Das hat zur Folge, dass am Ende der Laufzeit bei noch bestehenden Kontrakten das zu Grunde liegende Gut in natura ausgeliefert wird.

Entsprechend Ihrer Positionierung werden Sie zum möglichen Besitzer (als Käufer eines Futures) oder Lieferanten (als Verkäufer eines Futures) des Basiswertes.
Glattstellung der Future-Position verhindert physische Lieferung

Durch frühzeitige Glattstellung Ihrer bestehenden Future-Positionen vermeiden Sie eine physische Lieferung von Terminkontrakten. Diese ist vor allem bei Warentermingeschäften mit zusätzlichen Kosten und erheblichem Aufwand verbunden.

Wie setzt sich die Margin im Future-Handel zusammen?

Die Gesamtforderung an Sicherheiten beim Future-Handel besteht aus der Initial Marginund der Variation Margin.

Initial Margin als Absicherung der Verpflichtung
Die Initial Margin ist sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf eines Futures zur Absicherung der Verpflichtungen aus dem Termingeschäft zu hinterlegen. Diese Sicherheit wird beim Eröffnen einer Position fällig und wird daher auch Anfangs-Marge genannt. Die Höhe der Initial Margin wird von der jeweiligen Terminbörse regelmäßig den aktuellen Marktverhältnissen (sprich: Volatilität des Basiswertes) angepasst.

Variation Margin als börsentäglicher Gewinn oder Verlust
Zusätzlich zur Initial Margin werden offene Future-Positionen börsentäglich mit ihrem Abrechnungspreis (Settlement-Preis) bewertet. Diese Kursschwankungen werden mit Hilfe einer zusätzlichen Margin, der sogenannten Variation Margin, als Gewinn oder Verlust gebucht. Sollte Ihre Position verlustträchtig sein, müssen Sie Sicherheiten nachschießen. Bei positiver Kursentwicklung Ihres Future-Kontraktes erhalten Sie durch die Variation Margin eine Gutschrift.

Wie berechnet sich die Höhe der Variation Margin eines Futures?

Die Variation Margin ist das Ergebnis einer börsentäglich vollzogenen Gewinn- und Verlustrechnung Ihrer offenen Future-Position. Die Variation Margin kann positiv oder negativ sein und führt zu einer entsprechenden Buchung (Gutschrift oder Belastung) auf Ihrem Margin-Konto.


Der DAX-Future als Beispiel für die Berechnung der Variation Margin
Sie sind Käufer eines DAX-Future-Kontraktes mit einem Einstandspreis von 7.050. Der Kontraktgegenwert beträgt 25 € pro Indexpunkt, die Initial Margin für diese Transaktion beläuft sich auf 12.300 €. Beim Halten der Position über Nacht wird auf Grundlage des Schlusskurses des DAX-Future die Variation Margin berechnet.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Variation Margin in Abhängigkeit vom Kursverlauf des DAX-Futures:

DAX-VerlaufSchlusskurs DAX-FutureVariation Margin
unverändert7.050(keine Buchung)
+ 50 Punkte7.100+ 1.250 € (Gutschrift)
+ 100 Punkte7.150+ 2.500 € (Gutschrift)
- 50 Punkte7.000- 1.250 € (Belastung)
- 100 Punkte6.950- 2.500 € (Belastung)

 

 

 

Welche Kosten und Gebühren fallen beim Handel mit Futures an?

Beim Handel mit Futures fallen Transaktions-, Finanzierungs- und Währungskosten an.

Transaktionskosten
Bei jeder Transaktion (Kauf und Verkauf) fällt eine Kommission an, deren Höhe abhängig ist von der jeweiligen Währung des Future-Kontraktes und Ihrem Handelsvolumen pro Monat. Je mehr Sie handeln, umso preiswerter ist der einzelne Kontrakt. Folgende Übersicht verdeutlicht die Gebührenstruktur:

Handelsvolumen : Anzahl Kontrakte pro Monat

Währung0-250251-1.0001.001 - 5.0005.001 - 10.00010.001 - 50.000> 50.000
EUR6,03,01,50,850,50,3
USD6,03,01,50,850,50,3
GBP5,02,501,250,710,420,25
CHF8,04,02,01,130,670,4
SEK7540201053
JPY1.000800750650550500
SGD157,53,752,251,51
AUD1052,51,420,830,5
CAD631,50,850,50,3

Beispiel:
Sie handeln regelmäßig Bund-Futures an der EUREX. Die Gebühren pro Kontrakt für die Nutzung der Handelsplattform sind abhängig von der Anzahl der monatlich gehandelten Future-Kontrakte. Handeln Sie im entsprechenden Monat 100 Kontrakte Bund-Futures, so zahlen Sie insgesamt 600 € (6 € pro Kontrakt) an Gebühren. Würden Sie insgesamt 300 Kontrakte Bund-Futures in dem Monat umsetzen, so wären nur noch 3 € pro Kontrakt an Gebühren fällig, insgesamt somit 900 €.

Hinzu kommen noch Gebühren der jeweiligen Börse, die je nach Produkt sehr unterschiedlich ausfallen. Im Beispiel des Bund-Futures an der EUREX sind zusätzlich 0,20 € Börsengebühr pro Kontrakt fällig.

Finanzierungskosten
Es fallen keine zusätzlichen Finanzierungskosten an (diese sind schon Bestandteil eines jeden Futures-Kurses).

Währungskosten
Beim Handel in Fremdwährung (Nicht-Euro) besitzen Sie ein Währungsrisiko. Dabei wird Ihnen beim Kauf und Verkauf die jeweilige Geld-Brief-Spanne der entsprechenden Devisentransaktion in Rechnung gestellt.

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