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Nach der psychologischen Komponente, die wir uns bereits im 2. Teil der Serie Verlustbegrenzung genauer angesehen haben, gilt es in diesem Teil den Blick auf die Kontogröße und die Berechnung der Risikoneigung und die Prozent Regel zu werfen.
Verlustbegrenzung abhängig von der Kontogröße

Verlustbegrenzung III: Wie Sie die Prozent Regel und die Risikoneigung bestimmen und nutzen

Nach der psychologischen Komponente, die wir uns bereits im 2. Teil der Serie Verlustbegrenzung genauer angesehen haben, gilt es in diesem Teil den Blick auf die Kontogröße und die Berechnung der Risikoneigung und die Prozent Regel zu werfen.
Verlustbegrenzung abhängig von der Kontogröße
Das Kriterium für die Kontogröße ist das vorhandene Trading-Kapital und dessen Einsatz nach Kriterien des Geld- und Risikomanagements. Die Kontogröße begrenzt auch die Möglichkeiten, welche Trading-Strategie angewandt oder welcher Anlagehorizont sinnvoll ist. Ein Mini-Konto von wenigen hundert Euro Risiko-Kapital schließt z.B. eine langfristig orientierte Buy-and-Hold-Strategie aus. Was hilft es, wenn sich wenige hundert Euro in einem Jahr verdoppelt oder halbiert haben? Mit ernsthaft betriebenen Trading hat dies jedenfalls nichts zu tun. Also richten Sie ihre Strategie und damit auch die Verlustbegrenzung entsprechend Ihrer Kontogröße aus!
Verlustbegrenzung mit der "Prozent Regel" in Abhängigkeit von Ihrer Risikoneigung
Bei kurzfristig agierenden Tradern richtet sich das maximale Risiko pro Trade häufig an der Kontogröße aus. Eine beliebte Vorgabe bei der Berücksichtigung der Kontogröße ist die „1%-Regel" (Prozent Regel). Die Prozent Regel besagt, dass pro Trade 1% der Kontogröße riskiert wird. Rein theoretisch wird das Konto bei der Anwendung der Prozent Regel auf Null erst zurückgefahren, wenn der 100te Trade in Folge scheitert. Je nach Risikoneigung und Trading-Stil bewegen sich Daytrader bei der Prozent Regel im Bereich zwischen 0,5% und 2,5%. Verlust-Serien von 100 oder 40 (bei Risiko 2,5%) sind sicherlich übertrieben, doch 10 Verlust-Trades in Folge hat wohl schon jeder Trader, der sich über Jahre an den Börsen bewiesen hat, mitmachen müssen. Eine noch so gute Handelsvorbereitung und ein geschicktes Trade-Management kann einen hiervor nicht schützen. Und je größer Ihre Risikoneigung, desto höher können auch Ihre Verluste ausfallen.
Beispiel

Risikoneigung2

Anhand dieses Beispiels können Sie nun ablesen, wo bei welcher Risikoneigung der Stopp-Kurs bei einem geplanten Dax-Long-Einstieg bei 5.400 Punkten gesetzt werden muss und wie die Prozent Regel auf die Kontogröße angewandt wird. Bei „Kurs-Basiswert" wurde der Dax-Kurs eingegeben, der dem gewünschten Einstiegskurs entspricht. Falls 1,5% Risiko ihre Risikoneigung darstellt, dann sind es lt. der Prozent Regel 81 Dax-Punkte, die Sie bei diesem Trade riskieren können. Der Stopp müsste im Rahmen der Verlustbegrenzung daher bei 5.319 Punkten gesetzt werden. Mit dem Ergebnis kann dann auch anhand des absoluten Wertes, die für Sie unter Berücksichtigung von Kontogröße, Prozent Regel und Risikoneigung passende Positionsgröße leicht ermittelt werden.

 

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