CFDs: Long oder Short macht den Unterschied.

CFDs erlauben den Handel mit Basiswerten wie Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Anleihen und bieten die Chance, an steigenden oder fallenden Kursen zu partizipieren.

Was sind CFDs

Mit CFDs können Sie auf Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Anleihen handeln

CFDs, sogenannte Contracts for Difference (Differenzkontrakte), gehören zur Familie der Derivate.

CFDs ermöglichen Ihnen den Handel auf eine Vielzahl von Basiswerten (Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Anleihen). Dabei bilden diese Differenzkontrakte das zugrunde liegende Instrument 1:1 ab. Als Anleger partizipieren Sie zu 100 % an der Kursentwicklung eines Wertpapiers (beispielsweise einer Aktie), ohne dieses zu besitzen. Steigt die Aktie um 5 Prozent, so gewinnt auch der entsprechende Aktien-CFD 5 % an Wert. Analoges gilt bei fallenden Kursen.


CFDs ähneln Futures, haben aber u. a. keine Laufzeitbegrenzung

CFDs sind nah verwandt mit Future-Kontrakten. Beide Instrumente beinhalten für die jeweiligen Vertragsparteien (Käufer und Verkäufer) eine unbedingte Verpflichtung auf Erfüllung. Im Gegensatz dazu Optionen: Diese verbriefen für den Käufer ein Recht (Option) auf Kauf (Kaufoption, Call) oder Verkauf (Verkaufsoption, Put) des zugrunde liegenden Basiswertes.

CFDs weisen jedoch zwei wesentliche Unterschiede zu Future-Kontrakten auf:

1. Keine Laufzeitbegrenzung
CFDs besitzen keine Laufzeitbegrenzung, sie existieren theoretisch unendlich. Sie entscheiden als Anleger, wie lange eine offene CFD-Position gehalten werden soll.

2. Kein Risiko auf Abnahme
CFDs bergen kein Risiko auf Abnahme (physische Lieferung) des zugrunde liegenden Instrumentes am Ende der Laufzeit. Die Glattstellung einer CFD-Position geschieht immer durch Differenzausgleich zwischen Ankauf- und Verkaufskurs (Barausgleich), daher rührt auch der Name des Produktes ( = Contract for Difference, Differenzkontrakt)

Der Ursprung von CFDs liegt in Großbritannien

CFDs wurden in den 80-er Jahren in England entwickelt. Sie dienten damals vorrangig institutionellen Investoren, die lästige britische Stempelsteuer zu umgehen. Später wurden diese Differenzkontrakte auch von Privatanlegern auf der Insel entdeckt, bevor sie dann Anfang des 21. Jahrhunderts das Festland eroberten.

Vorteile von CFDs: Mit Hebel auch auf fallende Märkte setzen


CFDs besitzen gegenüber dem klassischen Kauf des Basiswertes zwei wesentliche Vorteile:

1. Hebelwirkung
Der Kapitaleinsatz bei CFDs ist um ein Vielfaches geringer im Vergleich zum physischen Handel des zugrunde liegenden Basiswertes bei gleicher Gewinnchance. CFDs erfordern lediglich eine Sicherheit (Margin), die einen Bruchteil des Geschäfts-Gegenwertes beträgt. Dadurch erzielen Sie beim Handel mit CFDs eine hohe Hebelwirkung.


2. Profitieren von fallenden Märkten
Mit CFDs können Sie sowohl auf steigende als auch auf sinkende Kurse des zugrunde liegenden Basiswertes handeln. Dies bezeichnet man auch als Short-Selling. CFDs eröffnen Ihnen dadurch die Möglichkeit, von fallenden Märkten zu profitieren.

 

CFDs international handeln

Weltweiter Handel von Aktien-CFDs
Zurzeit werden CFDs auf deutsche und internationale Aktien an 23 wichtigen Börsenplätzen angeboten:

Handel von Aktien-CFDs in Deutschland:

  • Frankfurter Börse/XETRA

Handel von Aktien-CFDs in Europa

  • Börse London (LSE/LSE_SETS_LSE_INTL)
  • Euronext Amsterdam (AMS)
  • Euronext Brüssel (BRU)
  • Euronext Paris (PAR)
  • Euronext Lissabon (LISB)
  • OMX Stockholm (SSE/SSE_FN-SE)
  • OMX Kopenhagen (CSE/CSE_FN-DK/CSE_INV)
  • OMX Helsinki (HSE)
  • Börse Oslo (OSE)
  • Spanische Börse (SIBE)
  • Schweizer Börse (SWX)
  • SWX Europa (früher: Virt-X, Schweiz)
  • Wiener Börse (VIE)
  • Börse Mailand (MIL/MIL2)
  • Börse Athen (AT)
  • Börse Warschau (WSE)

Handel von Aktien-CFDs in den USA

  • American Stock Exchange (AMEX)
  • NASDAQ
  • New York Stock Exchange (NYSE)
  • Toronto Stock Exchange (TSE)

Handel von Aktien-CFDs in Asien/Pazifik

  • Hong Kong Stock Exchange (HKEX)
  • Tokyo Stock Exchange (TYO)
  • Singapore Exchange (SGX)
  • Australian Stock Exchange (ASX)

Internationaler Handel von Index-CFDs
Mit CFDs auf Indizes handeln Sie keine Einzelwerte, sondern ausgewählte Aktienkörbe. Dadurch partizipieren Sie an der Gesamtentwicklung eines Marktes. Folgende 20 indexgebundene CFDs sind derzeit handelbar:

  • DAX 30 (deutsche Standardwerte)
  • MDAX (deutscher MidCaps-Index, 50 Industrieaktien aus der zweiten Reihe)
  • TecDAX (die 30 größten deutschen Technologiewerte)
  • Dow Jones Euro Stoxx 50 (Blue Chip Index Eurozone)
  • FTSE 100 (britischer Blue Chip Index)
  • FTSE 250 (britische MidCaps, 250 Industrieaktien aus der zweiten Reihe)
  • SMI (20 schweizer Standardwerte)
  • CAC 40 (französische Standardwerte)
  • AEX 25 (holländische Blue Chips)
  • IBEX 35 (spanische Standardwerte)
  • Denmark Top 20 (dänische Standardwerte)
  • Sweden Top 30 (schwedische Blue Chips)
  • OBX 25 (norwegische Standardwerte)
  • MIB 40 (italienischer Blue-Chip-Index)
  • BEL 20 (belgische Standardwerte)
  • Dow Jones (30 amerikanische Blue Chips)
  • S&P 500 (breiter US-Aktienindex)
  • NASDAQ 100 (Technologiewerte USA )
  • Nikkei 225 (japanische Standardwerte)
  • ASX S&P 200 (breiter australischer Aktienindex)

 

Trading-Beispiele: So wirkt sich die Hebelwirkung von CFDs auf Long- und auf Short-Positionen aus

CFDs besitzen aufgrund ihres geringen Kapitaleinsatzes eine hohe Hebelwirkung. D. h., Sie partizipieren am Gewinn (oder Verlust) der Aktie, als ob Sie sie gekauft hätten, zahlen für den Kauf des CFD aber nur den Bruchteil des Aktienwertes.

Wie sich dieser auch Leverage-Effekt genannte Hebelwirkung auf einen Short- und einen Long-Trade mit CFDs auswirkt, zeigen Ihnen die beiden folgenden Trading-Beispiele:

Beispiel: Die Hebelwirkung bei einem Long-Trade mit CFDs

Wie sich die Hebelwirkung bei einem Long-Trade – also bei einer Spekulation auf steigende Kurse – auswirkt, zeigt nachfolgendes Beispiel des CFD-Kaufs auf Aktien der Bayer AG:


Transaktion
Die Bayer-Aktie notiert auf Xetra bei 49,80 € (Geldseite) zu 50,00 € (Briefseite). Der Kurs des Aktien-CFDs ist identisch. Sie kaufen 300 CFDs auf die Bayer-Aktie zum angebotenen Preis von 50 €.


Kapitaleinsatz
CFD: Die in Geld zu hinterlegende Sicherheitsleistung (Margin) für diese Transaktion beträgt 10 % des Gegenwertes. Der Kapitaleinsatz für den Kauf der 300 Bayer-CFDs beträgt somit 1.500 € ( 10 % von 15.000 €).

Aktienkauf: Beim Aktienkauf wäre der volle Gegenwert von 15.000 € zu investieren.

Daraus resultiert ein Hebel von 10 für den CFD-Kauf.

Die Hebelwirkung von CFDs und ihre Auswirkung auf die Rendite

Nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Hebelwirkung und die damit verbundene Auswirkung auf die Rendite dieser Transaktion im Vergleich zum physischen Kauf der Aktie:
Kauf 300 Bayer-CFDs (Kapitaleinsatz = 1.500 €)

Kursverlauf Bayer Gewinn/Verlust* Hebel Rendite
+ 4,00 € + 1.200 € 10 + 80 %
+ 2,00 € + 600 € 10 + 40 %
- 2,00 € - 600 € 10 - 40 %
- 4,00 € - 1.200 € 10 - 80 %

*ohne Berücksichtigung von Transaktions- und Finanzierungskosten

Kauf 300 Bayer-Aktien (Kapitaleinsatz = 15.000 €)

Kursverlauf Bayer Gewinn/Verlust* Hebel Rendite
+ 4,00 € + 1.200 € - + 8 %
+ 2,00 € + 600 € - + 4 %
- 2,00 € - 600 € - - 4 %
- 4,00 € - 1.200 € - - 8 %

*ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten

Fazit
Durch den geringen Kapitaleinsatz und die daraus resultierende Hebelwirkung ist die Rendite Ihres CFD-Investment in beide Richtungen etwa 10-fach höher als ein vergleichbarer Aktienkauf.

Beispiel: Die Hebelwirkung bei einem Short-Trade mit CFDs
Mit CFDs können Sie auch von fallenden Märkten profitieren, indem Sie "short" gehen. Nachfolgendes Beispiel mit CFDs auf die Bayer-Aktie verdeutlicht die Funktionsweise eines solchen Short-Trades:


Transaktion
Die Bayer-Aktie notiert auf Xetra bei 50,00 € (Geldseite) zu 50,12 € (Briefseite). Der Kurs des Bayer-CFDs ist identisch. Sie setzen auf fallende Kurse und verkaufen 300 CFDs auf die Bayer-Aktie zum nachgefragten Preis von 50 € (Verkaufswert = 15.000 €).

Die Margin für dieses Geschäft beträgt 10 % (Kapitaleinsatz = 1.500 €).

Verkauf 300 Bayer-CFDs  
Verkaufswert (Stück x Verkaufspreis) =  15.000 €
Kapitaleinsatz (Margin) =   1.500 €

Nachfolgende Tabelle zeigt die Renditebetrachtung dieser Transaktion in Abhängigkeit vom Kursverlauf des Bayer-CFD nach 3 Handelstagen:

Kursverlauf Bayer Gewinn/Verlust Rendite
- 4,00 € + 1200 € + 80 %
- 2,00 € + 600 € + 40 %
+ 2,00 € - 600 € - 40 %
+ 4,00 € - 1.200 € - 80 %

*ohne Berücksichtigung von Transaktions- und Finanzierungskosten

 

Welche Orderzusätze gibt es für den CFD-Handel beim CFX Broker?

Orderzusätze oder Handelsoptionen sind Bezeichnungen, die eine Wertpapierorder genauer definieren und bestimmte Bedingungen stellen, unter denen diese Order ausgeführt werden soll:


Limit Order
Sie vergeben einen festen Preis (Limit) für den Kauf oder Verkauf der CFDs. Die Limit Orderist ein Mindestpreis: Die Ausführung Ihres Auftrags erfolgt mindestens zu dem Limit oder besser.


Market Order
Die Market Order ist ein unlimitierter Kauf- oder Verkaufsauftrag. Die Ausführung erfolgt zum nächstmöglichen Kurs, d.h. billigst (beim Kauf) oder bestens (bei Verkauf).


Stop Order
Stop Order werden erst dann aktiviert, wenn ein von Ihnen definierter Kurs (Stop-Marke) erreicht wird. Stop Order dienen sowohl dem Aufbau neuer Handelspositionen als auch dem Risikomanagement bestehender CFDs.

Man unterscheidet zwischen Stop Buy und Stop Sell Order:

Stop Buy Order
Bei Erreichen oder Überschreiten des von Ihnen gesetzten Stop Buy-Kurses wird der Kaufauftrag ausgeführt.

Beispiel: Die Bayer-Aktie notiert aktuell auf Xetra bei 49,24 € (Geldseite) zu 49,31 € (Briefseite). Bei Überschreiten der psychologischen Marke von 50 € sehen Sie weiteres Kurspotenzial für die Aktie. Sollte diese Marke nicht erreicht werden, trauen Sie der Bayer-Aktie keine positive Entwicklung zu.


Zur Umsetzung Ihrer Erwartung platzieren Sie eine Stop Buy Order mit dem Stop-Kurs 50 €. Erst bei Erreichen oder Überschreiten des Kurses von 50 € wird Ihr Kaufauftrag ausgeführt. Sollte der Kurs von 50 € für die Dauer Ihres Auftrages nicht erreicht werden, haben Sie keine Bayer-CFDs gekauft.

Stop Sell Order
Bei Erreichen oder Unterschreiten des von Ihnen gesetzten Stop Sell-Kurses wird der Verkaufsauftrag ausgeführt.

Beispiel: Sie sind Besitzer von 300 CFDs auf die Bayer-Aktie mit einem Einstand von 48 €. Mittlerweise ist die Bayer-Aktie auf 51,25 € gestiegen. Sie sind weiterhin überzeugt von der Aktie, so lange sie sich oberhalb der wichtigen Chartmarke von 50 € bewegt.

Da Sie die nächsten 14 Tage auf den Malediven verbringen und das Risiko eines starken Kursverfalls vermeiden wollen, platzieren Sie eine Stop Sell Order bei 50,00 € für 300 Bayer-CFDs mit Laufzeit zwei Wochen. Dies hat zur Folge, dass bei Erreichen oder Unterschreiten dieser Marke Ihre CFDs zum nächsten Preis verkauft werden und Sie einen Gewinn von 600 € auf Ihr Investment (2,00 € je 300 CFDs) gesichert haben. Sollte während Ihres Urlaubes die Marke von 50 € nicht erreicht bzw. unterschritten werden, bleiben Sie Besitzer von 300 Bayer-CFDs und können sich am weiteren Kurspotenzial der Aktie erfreuen.

Welche Risiken beinhaltet der Handel mit CFDs?

CFDs sind hochriskante Finanzinstrumente. Die Risiken sind theoretisch unbegrenzt und nicht auf die Höhe der ursprünglichen Margin-Forderung beschränkt. Bei gegenläufiger Marktentwicklung sind Sie gezwungen, Sicherheiten in Geld nachzuschießen.


Sie sollten beim Handel mit CFDs niemals Kapital einsetzen, welches Sie kurzfristig für Ihre private Lebensführung benötigen.

Wie kann ich Verluste beim CFD-Handel begrenzen?

Eine sinnvolle Verlustbegrenzung im Rahmen des Risikomanagements beim CFD-Handel ist das Setzen einer Stop Order (Stop Loss). Stop Orders dienen dem Risikomanagement bestehender Handelspositionen. Der Stop-Kurs ist die Marke, bei der die Begrenzung einer bestehenden Verlustposition sinnvoll erscheint (Stop Loss). Bei Erreichen dieser Marke wird Ihre Stop-Order zum nächstmöglichen Kurs (Market) ausgeführt. Dadurch vermeiden Sie weitere Verluste auf Ihre ursprüngliche Position.

Stop-Loss-Marken als sinnvolle Risikobegrenzung

Schon beim Eingehen einer Position sollten Sie eine Stop Loss-Marke setzen, bei deren Erreichen Sie eine mögliche Verlustposition glattstellen. Das sollten Sie konsequent beachten, um Verluste in einem für Sie erträglichen Rahmen zu halten. Es gilt die Handelsweisheit: Gewinne laufen lassen, Verluste kappen (begrenzen).

Beispiel: Sie sind Besitzer von 300 CFDs auf die Bayer-Aktie mit einem Einstandskurs von 50 €. Ihre Erwartung auf steigende Kurse erfüllt sich leider nicht, und der Kurs fällt zunächst auf 49 €. Sie möchten jedoch nicht mehr als 600 € an diesem Geschäft verlieren, so dass eine Verlustbegrenzung mit Hilfe einer Stop Sell Order für Sie konsequent ist. Sie platzieren folgerichtig eine Stop Sell Order bei 48 € für die 300 Bayer-CFDs. Dies hat zur Folge, dass bei Erreichen oder Unterschreiten dieser Marke Ihre CFDs zum nächsten Preis verkauft werden und dadurch höhere Verluste vermieden werden. Ihr Verlust ist auf 600 € (300 Stück x 2 €) begrenzt.

Wie entsteht der faire Preis eines CFD?

Der Wert eines CFD ist identisch mit dem aktuellen Preis des zu Grunde liegenden Basiswertes und bildet auch im weiteren Verlauf dessen Kursentwicklung 1:1 ab. Dabei sind die jeweiligen Geld- und Briefkurse des Basiswertes an der Börse oder einem entsprechenden Marktplatz zu beachten.

Wie berechnet sich der Hebeleffekt?

Die Hebelwirkung (auch Leverage-Effekt genannt) eines CFDs erklärt sich durch den geringeren Kapitaleinsatz im Vergleich zum klassischen Kauf des Basiswertes. Bei gleichem Gegenwert der Transaktion benötigen Sie für den Handel mit CFDs nur einen Bruchteil des Kapitals.
Die Höhe des Hebels berechnet sich wie folgt:

  Kapitaleinsatz Aktienkauf
Hebel =  —————————————————————
  Kapitaleinsatz CFD

Beispiel:

Sie kaufen 300 CFDs auf die Bayer-Aktie zum aktuellen Preis von 50 €. Die in Geld zu hinterlegende Sicherheitsleistung (Margin) für diese Transaktion beträgt 10 %.


Ihr Kapitaleinsatz beim CFD-Kauf beträgt somit 1.500 € (10 % des Gegenwertes von 15.000 €). Beim klassischen Kauf von 300 Bayer-Aktien würde Ihr Kapitaleinsatz 15.000 € betragen.

  Kapitaleinsatz Aktienkauf   15.000    
Hebel = --------------------------------------- = --------------- = 10
  Kapitaleinsatz CFD   1.500    

Damit beträgt der Hebeleffekt 10 (ohne Berücksichtigung von Gebühren und Finanzierungskosten).

Je geringer der Einsatz, desto höher der Hebel

Zwischen Margin-Höhe und Hebelwirkung existiert folgender Zusammenhang: Je geringer die Margin, desto höher ist die Hebelwirkung.

Nachfolgende Übersicht zeigt Ihnen diese Relation in Zahlen:

Margin 5 % 10 % 20 % 25 % 40 % 50 %
Hebel 20 10 5 4 2,5 2

Achtung: Den hohen Chancen bei CFDs steht auch ein hohes Risiko gegenüber!

Zu beachten ist, dass der Hebeleffekt allerdings auch bei gegenläufigen Marktentwicklungen seine Wirkung zeigt. Im Beispiel der 300 Bayer-CFDs kann bei fallenden Kursen der Verlust höher sein als der ursprüngliche Kapitaleinsatz (Margin-Forderung) von 1.500 €.

Gewinn-Verlustberechnung bei CFDs

Der Gewinn oder Verlust beim Handel mit CFDs berechnet sich mithilfe des Differenzausgleichs.


Dabei wird die Differenz zwischen Ankaufswert (Stückzahl x Kaufkurs) und Verkaufswert (Stückzahl x Verkaufskurs) errechnet und Ihnen (bei positivem Wert = Gewinn) vergütet bzw. (bei negativem Wert = Verlust) belastet.

Beispiel: Nachdem der Nikkei-Index über Nacht mehr als 3 Prozent einbüßte und dabei vor allem die Pharma-Werte starke Verluste hinnehmen mussten, verkaufen Sie zur Eröffnung des europäischen Börsenhandels um 9.07 Uhr 300 CFDs auf die Bayer-Aktie zum Preis von 51,25 € (Short Selling). Am selben Tag um 16.55 Uhr, nachdem auch die amerikanischen Pharmawerte mit starken Abschlägen eröffnen, kaufen Sie die 300 CFDs zum angebotenen Preis von 48,75 € wieder zurück.

Der Differenzausgleich berechnet sich wie folgt:
Stück x (Verkaufskurs - Ankaufskurs)

300 x ( 51,25 - 48,75 ) = 300 x 2,50 = 750

Die Transaktion beschert Ihnen einen Nettogewinn in Höhe von 750 €. Da die Position innerhalb eines Tages (intraday) geschlossen wurde, fallen in diesem Beispiel keine Finanzierungskosten an.

Was passiert mit Dividendenzahlungen?

Am Tag der Dividendenzahlung erfährt die betroffene Aktie in der Regel einen Abschlag (ex-Notierung) in Höhe der Dividende.
Als Käufer eines CFDs haben Sie keinen Nachteil an Dividendenterminen, da Sie eine Dividenden-Gutschrift unter Berücksichtigung der Quellensteuer erhalten. Als Verkäufer eines CFD wird Ihnen die Dividende in entsprechender Höhe belastet.

Wie berechnet sich die Margin bei CFDs?

Die Margin ist eine in Geld zu hinterlegende Sicherheitsleistung für den Handel in CFDs. Diese Sicherheitsanforderung beträgt einen Bruchteil (Prozentsatz) des Gegenwertes der Transaktion.

Die Marginhöhe ist von verschiedenen Faktoren abhängig
Die Höhe der Margin-Anforderungen bei Aktien-CFDs ist abhängig von der Marktkapitalisierung, der Liquidität und der Schwankungsintensität (Volatilität) der Aktie. Dementsprechend werden die verschiedenen Aktien in Risikoklassen (Margin-Gruppen) unterteilt. Dabei gilt: Je höher die Marktkapitalisierung und Liquidität und je geringer die Volatilität einer Aktie, umso niedriger ist die Margin-Anforderung.


Bei deutschen Standardwerten aus dem DAX 30 beispielsweise beträgt die Margin-Anforderung zurzeit 10 %.

Beispiel:
Die Bayer-Aktie notiert auf Xetra bei 49,80 € (Geldseite) zu 50,00 € (Briefseite). Der Kurs des Aktien-CFD ist identisch. Sie kaufen 300 CFDs auf die Aktie der Bayer AG zum angebotenen Preis von 50 €. Der Gegenwert dieser Transaktion beträgt: 15.000 € (300 Stück x 50 €). Die Sicherheitsleistung (Margin) für diese Transaktion ist auf 10 % festgelegt.

Marginberechnung: 10 % von  15.000 € =  1.500 €

Die anfängliche Margin-Anforderung für diese Transaktion beträgt somit 1.500 €. Die täglich anfallenden Gewinne bzw. Verluste werden je nach Marktbewegung Ihrem Margin-Konto entsprechend gutgeschrieben oder belastet. Dies hat zur Folge, dass Sie bei gegenläufiger Marktentwicklung Sicherheiten nachschießen müssen.

Welche Kosten fallen beim Handel mit CFDs an?

Die Kosten beim CFD-Handel setzen sich aus dem Spread, den Transaktions- und Finanzierungskosten und eventuell den Währungskosten zusammen.

Geld- und Briefkurs (Spread)
Es existieren Geld- und Briefkurse für CFDs entsprechend ihrer zu Grunde liegenden Basiswerte. Die generelle Höhe des Spread ist eine Funktion von Marktkapitalisierung, Liquidität und Volatilität des jeweiligen Papiers. Im CFX Trader bekommen Sie bei Aktien CFDs immer exakt den Spread der jeweiligen Börse. Der Spread von Index CFDs und CFDs auf Rohstoffe leitet sich vom Kurs des jeweiligen Terminkontraktes ab (z.B. dem Dax Future, beim Dax CFD)

Transaktionskosten
Bei Index CFDs und CFDs auf Rohstoffe sind die Transaktionskosten grundsätzlich im Spread enthalten. Bei Aktien CFDs wird hingegen der exakte Börsenspread weitergegeben. Hier beträgt die Gebühr bei den meisten Börsen 0,1% des Handelsvolumens bzw. mindestens 12 €.

Finanzierungskosten
Beim Halten eines CFDs über Nacht werden Ihnen entsprechend der Haltedauer (in Tagen) Finanzierungskosten belastet. Demgegenüber erhalten Sie als Verkäufer eines CFD Finanzierungserlöse.
Die generelle Höhe des Zinses ist variabel und hängt vom Interbankensatz (z.B. Euribor) und vom Zinsniveau in der jeweiligen Währungszone ab. Momentan werden Ihnen Finanzierungskosten mit einem Aufschlag von 3 % zum Referenz-Zinssatz berechnet. Finanzierungserlöse beim Verkauf eines CFDs sind mit einem Abschlag von 3 % versehen.

Währungskosten
Beim Handel in Fremdwährung (Nicht-Euro) besitzen Sie ein Währungsrisiko. Dabei wird Ihnen bei Kauf und Verkauf die jeweilige Geld-Briefspanne der entsprechenden Devisentransaktion in Rechnung gestellt.

Wie wird bei CFDs die Höhe der Finanzierungskosten ermittelt?

Beim Kauf und beim anschließenden Halten eines CFD über mehrere Tage fallen für Sie Finanzierungskosten an.

Beispiel:
Sie erwerben 300 CFDs auf die Bayer-Aktie zum angebotenen Preis von 50 €. Nach insgesamt drei Handelstagen stellen Sie die Position wieder glatt. Der Referenz-Zinssatz für die Finanzierungskosten beträgt in dem Beispiel 5 % p.a. Darauf wird ein Aufschlag von 3 % veranschlagt, so dass Ihnen insgesamt 8 % p.a. Finanzierungskosten belastet werden.

Berechnung der Finanzierungskosten:

Gegenwert 15.000 € (300 Stück zu 50 €)
Finanzierungssatz 8,0 Prozent p.a.
Haltedauer 3 Tage
  8 x 15.000 x 3      
Finanzierungskosten = ----------------------- = 10  
  100 x 360      

Für die beschriebene Transaktion werden Ihnen insgesamt 10 € Finanzierungskosten für die Haltedauer von drei Tagen belastet. Beim Verkauf von CFDs werden Ihnen mit einem Abschlag von 3 % auf den Referenz-Zinssatz analog der obigen Rechnung Finanzierungserträge gutgeschrieben.

Als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 3 Abs. 2 WpIG für Rechnung und unter der Haftung der DonauCapital Wertpapier GmbH, Passauer Str. 5, 94161 Ruderting (kurz: DonauCapital), bietet die CFX Broker GmbH die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG) von Finanzinstrumenten im Sinne des § 2 (statt bisher § 3) Abs. 5 WpIG sowie die Vermittlung von Konten an.

Die CFX Broker GmbH ist als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH in das öffentliche Register eingetragen, das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Internet geführt wird. Das Register können Sie einsehen auf www.bafin.de.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Ein sehr hoher Prozentsatz der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit den Anbietern/Banken/Brokerpartnern, zu denen wir Konten vermitteln (den genauen Prozentsatz erfahren Sie beim kontoführenden Institut). Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

CFX Broker GmbH    Passauer Straße 5    94161 Ruderting
Telefon +49 8509 910 932   /   +49 8509 910 917
E-Mail: service@cfx-broker.de     Internet: www.cfx-broker.de

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