Future-Handel mit CFX: Traden Sie mehr als 440 Futures mit geringem Kapitaleinsatz.

Futures sind standardisierte Finanztermingeschäfte auf eine Vielzahl unterschiedlicher Basiswerte. Gehen Sie long oder short auf DAX, Öl, Gold, Dollar oder Zinsen.

 

Was sind Futures?

Futures sind Finanztermingeschäfte auf verschiedenste Basiswerte

Futures sind standardisierte, börsengehandelte Finanztermingeschäfte auf eine Vielzahl unterschiedlicher Basiswerte. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Financial Futures(Finanztermingeschäfte auf Aktienindizes, Devisen, Anleihen und Zinsen) und Commodity Futures (Warentermingeschäfte auf Edelmetalle, Rohstoffe, landwirtschaftliche Güter, Genussmittel und Tierprodukte).

Die standardisierten Bestandteile von Future-Kontrakten sind Basiswert (Underlying), Kontraktgröße, Laufzeit und Art der Erfüllung (Abrechnung, Settlement).

Basiswert

Der Basiswert, auch Underlying genannt, beschreibt das zu Grunde liegende Gut eines Future-Kontraktes. Basiswerte können Finanzinstrumente (Aktienindizes, Devisen, Anleihen und Zinsen) oder Waren (Edelmetalle, Rohstoffe, landwirtschaftliche Güter, Genussmittel und Tierprodukte) sein. Sie bilden die wesentlichen Komponenten für die Preisgestaltung von Future-Kontrakten.

Kontraktgröße

Die Kontraktgröße beschreibt den Gegenwert, den Sie mit einem Future bewegen. So umfasst beispielsweise ein DAX-Future einen Kontraktgegenwert von 25 € pro DAX-Punkt. Bei einem DAX-Stand von 7.000 Punkten ergibt sich somit ein Gesamtwert von 175.000 € pro Kontrakt. Jeder Terminkontrakt hat eine standardisierte, von der jeweiligen Terminbörse festgelegte Kontraktgröße.

Laufzeit

Future-Kontrakte handeln nicht unendlich, sie besitzen festgelegte Endfälligkeiten (Verfallstermine). Oft werden Laufzeiten von 3, 6, 9 und 12 Monaten für Future-Kontrakte eingeführt, jedoch sind auch abweichende Laufzeiten zu finden.

Als Investor sollten Sie genauestens wissen, wann Ihre gehandelten Futures verfallen, und entsprechend Ihres bevorzugten Anlagehorizontes die geeignete Laufzeit auswählen.

Erfüllung

Am Verfallstermin eines Future-Kontraktes (Fälligkeit) werden bestehende Future-Positionen abgerechnet. Dabei existieren zwei Methoden:

1. Barausgleich (Cash Settlement)

Beim Barausgleich wird auf Basis eines fest definierten Kurses (Verrechnungskurs, Settlement-Preis) Ihr offener Future-Kontrakt abgerechnet und in Geld (bar) ausgeglichen. Dabei wird die Differenz zwischen Einstandskurs und Verrechnungskurs zu Grunde gelegt. Die Art der Feststellung des Verrechnungskurses ist standardisiert und wird von der jeweiligen Terminbörse vorgegeben. Oft ist dies der Schlusskurs (letzter Kurs) am Verfallstag, der im Rahmen einer Auktion ermittelt wird.

2. Physische Lieferung

Die physische Lieferung eines Future-Kontraktes bedingt, dass am Ende der Laufzeit bei offenen Positionen der zu Grunde liegende Basiswert ausgeliefert wird. Es erfolgt keine Verrechnung in bar, sondern Sie werden zum Besitzer oder Lieferant des Underlying.

Dies sollten Sie nur in Anspruch nehmen, wenn Sie tatsächlich Interesse am zu Grunde liegenden Instrument haben (Käufer eines Futures) oder das entsprechende Gut liefern wollen (Verkäufer eines Futures). Ansonsten ist eine physische Lieferung eines Basiswertes mit zusätzlichen Kosten und hohem Aufwand verbunden. Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie bekämen lebende Rinder (Live Cattle – Kontrakt an der Globex) oder 100 Tonnen Futter-Weizen geliefert bzw. müssten diese Waren liefern.

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie über die Verfallstermine und die Erfüllungsart Ihrer gehandelten Future-Kontrakte genauestens Bescheid wissen.

Die meisten Kontrakte werden von der Clearing-Stelle der jeweiligen Börse in bar ausgeglichen. Einige Warenterminkontrakte sehen jedoch eine physische Lieferung vor. Durch Glattstellen (Schließen) der offenen Positionen vor Endfälligkeit können Sie das Risiko einer physischen Lieferung ausschließen.

Futures gehören zu den sogenannten unbedingten Termingeschäften

Bei Termingeschäften unterscheidet man zwischen bedingten und unbedingten Termingeschäften. Futures gehören wie CFDs (Contracts for Difference) zur Familie der unbedingten Termingeschäfte. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass beide Vertragsparteien (Käufer und Verkäufer) eine unbedingte Verpflichtung auf Erfüllung besitzen.

Optionen hingegen sind bedingte Terminkontrakte. Hier besitzt der Käufer das Recht, aber keine Verpflichtung, auf Erfüllung des Kontraktes. Für dieses Recht zahlt er eine Optionsprämie (Optionspreis).

Bei Future-Kontrakten fließt keine Prämie. Käufer und Verkäufer von Futures hinterlegen zur Absicherung ihrer Verpflichtungen eine Sicherheit (Margin).

Margin

Der Future-Handel kennt zwei Formen von Sicherheiten:

1. Anfangs-Marge (Initial Margin)

Bei der Eröffnung einer Future-Position ist zur Absicherung der Verpflichtungen aus diesem Kontrakt eine anfängliche Sicherheit (Initial Margin) zu hinterlegen.

Die Höhe der Initial Margin bei Future-Kontrakten ist in erster Linie abhängig von der Schwankungsintensität (Volatilität) des zu Grunde liegenden Basiswertes.

Dabei gilt: Je höher die Volatilität eines Instrumentes, umso höher ist die zu entrichtende Sicherheitsanforderung.

Zurzeit beträgt die Initial Margin für einen DAX-Future beispielsweise 12.300 €, für einen Bund-Future 1.750 € und einen für Euro-Dollar-Future 3.510 $.

2. Erhaltungs-Marge (Variation Margin)

Offene Future-Positionen werden börsentäglich mit ihrem Abrechnungspreis (Settlement-Preis) bewertet. Die Variation Margin berücksichtigt die täglichen Wertschwankungen und bucht die entsprechenden Gewinne oder Verluste auf Ihrem Margin-Konto.

 

Vorteile von Futures

Future-Kontrakte besitzen gegenüber dem direkten Handel des Basiswertes drei wesentlicheVorteile:

1. Geringer Kapitaleinsatz

Kapitaleinsatz bei Futures ist um ein Vielfaches geringer im Vergleich zum physischen Handel des zu Grunde liegenden Basiswertes bei gleicher Gewinnchance. Future-Kontrakte erfordern lediglich eine Sicherheit (Initial Margin), die einen Bruchteil des Geschäfts-Gegenwertes beträgt. Dadurch erzielen Sie beim Handel mit Futures eine hohe Hebelwirkung.

2. Ein Marktzugang – riesige Produktvielfalt

Futures eröffnen Ihnen den Handel an allen wichtigen internationalen Terminmärkten und ihren vielfältigen Produktpaletten. Dabei erhalten Sie Zugang zu Instrumenten wie Aktienindizes, Rohstoffen oder Waren, die Sie direkt als Basiswert nur mit großem Aufwand und zusätzlichen Kosten handeln könnten. Sowohl die Standardisierung der Kontrakte als auch die Rahmenbedingungen der jeweiligen Terminbörse schaffen die notwendigen Voraussetzungen für einen effizienten Future-Handel.

3. Setzen auf alle Marktrichtungen

Mit Future-Kontrakten können Sie sowohl auf steigende als auch auf fallende Märkte aller handelbarer Basiswerte spekulieren. Dies ermöglicht Ihnen ein Höchstmaß an Flexibilität beim Handel an den internationalen Terminmärkten.

 

Warentermingeschäfte bei Futures (Commodity Futures)

Folgende Warentermingeschäfte können Sie über den CFX Broker abschließen:

  • Terminkontrakte auf Edelmetalle und Metalle

  • Terminkontrakte auf Energie und Rohstoffe

  • Terminkontrakte auf landwirtschaftliche Güter

  • Terminkontrakte auf Tierprodukte

  • Terminkontrakte auf Genussmittel

Terminkontrakte auf Edelmetalle und Metalle

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Gold

Globex

100 Troy Oz.

Gold -mini-

Globex

50 Troy Oz.

Silber

Globex

5.000 Troy Oz.

Silber -mini-

Globex

2.500 Troy Oz.

Palladium

Globex

100 Troy Oz.

Platin

Globex

50 Troy Oz.

Kupfer

Globex

25.000 lbs

Terminkontrakte auf Energie und Rohstoffe

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Crude Oil Brent

ICE

1.000 Barrel

Crude Oil WTI

ICE

1.000 Barrel

Nymex Crude Oil, Light Sweet

Globex

1.000 Barrel

Nymex Crude Oil, LS -mini-

Globex

500 Barrel

ECX Carbon

ICE

1.000 Tonnen

Gas Oil

ICE

100 Tonnen

Heizöl

Globex

42.000 Gallonen

Natural Gas

Globex

10.000 mmBtu

Natural Gas –mini-

Globex

2.500 mmBtu

Nymex Gasoline

Globex

21.000 Gallonen

Terminkontrakte auf landwirtschaftliche Güter

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Korn

Euronext-Paris

50 Tonnen

Weizen

Globex

5.000 Bushels

Futter-Weizen

Euronext-Liffe

100 Tonnen

Sojabohnen

Globex

5.000 Bushels

Sojabohnen-Mehl

Globex

100 Tonnen

Sojabohnen-Öl

Globex

60.000 lbs

Hafer

Globex

5.000 Bushels

Reis, grobkörnig

Globex

2.000 cwt

Terminkontrakte auf Tierprodukte

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Cattle Live (lebende Rinder)

Globex

40.000 lbs

Lean Hogs (Mastschweine)

Globex

40.000 lbs

Terminkontrakte auf Genussmittel

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Kakao

Euronext Liffe

10 Tonnen

NYBOT Kakao

NYBOT

10 Tonnen

NYBOT Kaffee

NYBOT

37.500 lbs

Robusta Kaffee

Euronext Liffe

5 Tonnen

Orangensaft

NYBOT

15.000 lbs

NYBOT Zucker

NYBOT

112.000 lbs

Weißer Zucker

Euronext Liffe

50 Tonnen

 

Finanztermingeschäfte bei Futures (Financial Futures)

Folgende Finanztermingeschäfte können Sie über den CFX Broker abschließen:

  • Währungs-Futures

  • Futures auf Staatsanleihen

  • Futures auf kurzfristige Zinsen

  • Aktienindex-Futures

Währungs-Futures

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Euro / US-Dollar

Globex

125.000 EUR

Euro / USD -mini-

Globex

62.500 EUR

Euro / Yen

Globex

125.000 EUR

Euro / Britisches Pfund

Globex

125.000 EUR

Euro / Schweizer Franken

Globex

125.000 EUR

Euro / Australischer Dollar

Globex

125.000 EUR

Schweizer Franken / US-Dollar

Globex

125.000 SFR

Britisches Pfund / US-Dollar

Globex

62.500 GBP

Japanischer Yen / US-Dollar

Globex

12.500.000 JPY

Renminbi / Euro

Globex

1.000.000 RMB

Renminbi / Yen

Globex

1.000.000 RMB

Renminbi / US-Dollar

Globex

1.000.000 RMB

Südafrikanischer Rand / US-Dollar

Globex

500.000 Rand

Australischer Dollar / US-Dollar

Globex

100.000 AUD

Kanadischer Dollar / US-Dollar

Globex

100.000 CAD

Futures auf Staatsanleihen

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

Bundesanleihen (Bund-Future)

EUREX

100.000 EUR

Bundesobligationen (Bobl-Future)

EUREX

100.000 EUR

Schatzbriefe (Schatz-Future)

EUREX

100.000 EUR

Schweizer Bundesanleihen

EUREX

100.000 CHF

Britische Staatsanleihen (Gilts)

Euronext-Liffe

100.000 GBP

US Treasury Bond, 30 Jahre

Globex

100.000 USD

US Treasury Notes, 10 Jahre

Globex

100.000 USD

US Treasury Notes, 5 Jahre

Globex

100.000 USD

Japanische Staatsanleihen (JGB)

Börse Tokio

100.000.000 JPY

Futures auf kurzfristige Zinsen

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

EONIA (1 Monat)

Euronext-Liffe

3.000.000 EUR

EURIBOR (3 Monate)

Euronext-Liffe

1.000.000 EUR

Euro-Dollar (3 Monate)

Globex

1.000.000 USD

Euro-Schweizer Fr. (3 Monate)

Euronext-Liffe

1.000.000 CHF

Euro-Sterling (3 Monate)

Euronext-Liffe

500.000 GBP

Euro-Yen (3 Monate)

Börse Singapur

100.000.000 JPY

US Fed Funds ( 30 Tage )

Globex

5.000.000 USD

Aktienindex-Futures

Basiswert

Terminbörse

Kontraktgröße

DAX 30

EUREX

25 x Index

MDAX

EUREX

5 x Index

TecDAX

EUREX

10 x Index

DJ EuroStoxx 50

EUREX

10 x Index

DJ Stoxx 50

EUREX

10 x Index

SMI

EUREX

10 x Index

AEX

Euronext Amsterdam

200 x Index

CAC

Euronext Paris

10 x Index

FTSE 100

Euronext-Liffe

10 x Index

IBEX

MEFF/Börse Madrid

10 x Index

MIB

IDEM/Börse Mailand

5 x Index

OMX

SSE/Börse Stockholm

100 x Index

Dow Jones (mini)

Globex

5 x Index

S&P 500 (mini)

Globex

50 x Index

Nasdaq 100 (mini)

Globex

20 x Index

Russell 2000 (mini)

Globex

100 x Index

Nikkei 225

Börse Osaka

1.000 x Index

Topix

Börse Tokio

10.000 x Index

 

Kauf von Futures: Beispiel DAX-Future-Kontrakt

Mit DAX-Future auf steigende Kurse setzen

Angenommen, Sie setzen auf steigende Kurse bei deutschen Standardwerten und erwerben einen DAX-Future-Kontrakt zu einem aktuellen Preis von 7050.

Die Produktbeschreibung sähe in diesem Fall folgendermaßen aus:

Basiswert: DAX 30 (der DAX 30 umfasst die nach Marktkapitalisierung und Umsatz größten 30 Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland)
Kontraktgröße: 25 € je DAX-Punkt
Restlaufzeit: 2 Monate
DAX: 7010 Punkte, Preis DAX-Future: 7050

Initial Margin als Sicherheitsleistung

Die bei der Eröffnung zu hinterlegende Sicherheitsleistung (Initial Margin) für einen DAX-Future-Kontrakt beträgt zur Zeit 12.300 €. Das ist gleichzeitig Ihr Kapitaleinsatz für diese Transaktion.

Nachfolgende Übersicht zeigt Ihre Gewinn- und Verlustrechnung in Abhängigkeit zum DAX-Verlauf am gleichen Handelstag:

Kursverlauf DAX

Preis DAX-Future

Bruttoergebnis

Gebühren*

Nettoergebnis

Rendite

+ 50 Punkte

7100

+ 1.250 €

- 13 €

+ 1.237 €

+ 10,06 %

+ 80 Punkte

7130

+ 2.000 €

- 13 €

+ 1.987 €

+ 16,15 %

- 50 Punkte

7000

- 1.250 €

- 13 €

- 1.263 €

- 10,27 %

- 80 Punkte

6970

- 2.000 €

- 13 €

- 2.013 €

- 16,37 %

* 6 € pro Kontrakt + 0,50 € pro Kontrakt Börsengebühr (EUREX), Gebühren incl. Glattstellung der Position (2 Kontrakte x 6,50 €).

Der Kapitaleinsatz bei Futures ist sehr gering

Der Gegenwert eines vergleichbaren Erwerbs des DAX-Aktienkorbes beträgt 175.250 € (7010 x 25 €). Der Kapitaleinsatz (Initial Margin) für den Kauf eines DAX-Futures beträgt 12.300 €. Das entspricht in etwa 7% des Gegenwertes eines DAX-Aktienkorbes. Durch den geringen Kapitaleinsatz und die daraus resultierende Hebelwirkung ist die Rendite Ihrer Future-Transaktion etwa 14-fach höher (100 : 7) als der vergleichbare Kauf eines DAX-Portfolios.

Zu beachten ist ferner, dass Sie beim Kauf eines DAX-Aktienkorbes 30 Einzeltransaktionen tätigen müssten, von Kapitalmaßnahmen und der Reinvestition der Dividenden ganz zu schweigen.

 

Verkauf von Futures: Beispiel Bund-Future-Kontrakt

Mit Bund-Future auf fallende Kurse bei Bundesanleihen setzen

Sie setzen auf steigende Zinsen bei deutschen Bundesanleihen und verkaufen 5 Kontrakte Bund-Futures zum aktuellen Preis von 115. Bei steigenden Zinsen sinkt der Kurs von Bundesanleihen und damit auch der Kurs der entsprechenden Bund-Futures.

Die Produktbeschreibung sähe in diesem Fall folgendermaßen aus:
Basiswert: fiktive Bundesanleihe mit einem Kupon von 6 % und einer Restlaufzeit zwischen 8,5 und 10,5 Jahren.
Kontraktgröße: 100.000 €. Eine Kursveränderung von einem Basispunkt (= 0,01) entspricht somit 10 €.
Restlaufzeit: 1 Monat
Preis Bund-Future: 115

Die Initial Margin für einen Kontrakt Bund-Future beträgt zurzeit 1.750 €. Für den Verkauf von 5 Bund-Futures benötigen Sie somit einen Kapitaleinsatz von insgesamt 8.750 € (5 Kontrakte x 1.750).

Nachfolgende Tabelle zeigt Ihre Gewinn- und Verlustrechnung in Abhängigkeit vom Preis des Bund-Future:

Preis Bund-Future

Bruttoergebnis

Gebühren*

Nettoergebnis

Rendite

114,00

+ 5.000 €

- 62 €

+ 4.938 €

+ 56,43 %

114,50

+ 2.500 €

- 62 €

+ 2.438 €

+ 27,86 %

115,50

- 2.500 €

- 62 €

- 2.562 €

- 29,28 %

116,00

- 5.000 €

- 62 €

- 5.062 €

- 57,85 %

6 € pro Kontrakt + 0,20 € pro Kontrakt Börsengebühr (EUREX),Gebühren incl. Glattstellung der Position (2 x 5 Kontrakte x 6,20 €).

 

Welche Orderzusätze gibt es für den Handel mit Futures beim CFX Broker?

Orderzusätze oder Handelsoptionen sind Bezeichnungen, die eine Handelsorder genauer definieren und bestimmte Bedingungen stellen, unter denen diese Order ausgeführt werden soll. Im Future-Handel sind folgende Orderzusätze möglich:

Limit Order
Sie vergeben einen festen Preis (Limit) für den Kauf oder Verkauf Ihres Future-Kontraktes. Die Limit Order ist ein Mindestpreis: Die Ausführung Ihres Auftrags erfolgt mindestens zu dem Limit oder besser.


Market Order
Die Market Order ist ein unlimitierter Kauf- oder Verkaufsauftrag. Die Ausführung erfolgt zum nächstmöglichen Kurs, d.h. billigst (bei Kauf) oder bestens (bei Verkauf).

Stop Order
Stop Orders werden erst dann aktiviert, wenn ein von Ihnen definierter Kurs (Stop-Marke) erreicht wird. Stop Orders dienen sowohl dem Aufbau neuer Handelspositionen als auch dem Risikomanagement offener Kontrakte.

Man unterscheidet Stop Buy und Stop Sell Orders:

Stop Buy Order
Bei Erreichen oder Überschreiten des von Ihnen gesetzten Stop Buy-Kurses wird der Kaufauftrag ausgeführt.

Beispiel:
Der DAX notiert aktuell bei 6.950 Punkten, der DAX-Future-Kontrakt mit einer Restlaufzeit von 2 Monaten bei 6.985. Bei Überschreiten der psychologischen Marke von 7.000 Punkten im DAX, was einem DAX-Future-Kurs von 7.035 entspricht, sehen Sie weiteres Kurspotenzial für den deutschen Aktienmarkt. Sollte diese Marke nicht erreicht werden, trauen Sie dem DAX keine weitere positive Entwicklung zu.
Zur Umsetzung Ihrer Einschätzung platzieren Sie im DAX-Future eine Stop Buy Order mit Stop-Kurs 7.035. Erst bei Erreichen oder Überschreiten dieser Marke wird Ihr Kaufauftrag ausgeführt.

Stop Sell Order
Bei Erreichen oder Unterschreiten des von Ihnen gesetzten Stop Sell-Kurses wird ein Verkaufsauftrag ausgeführt.

Beispiel:
Sie sind Besitzer eines Gold-Futures an der Globex mit einem Einstandskurs von 865 $. Ihre Erwartung auf steigende Goldpreise erfüllt sich leider nicht, und der Kurs fällt zunächst auf 860 $. Bei einem weiteren Kursverfall unterhalb von 850 $ scheint der Aufwärtstrend gebrochen.
Sie setzen folgerichtig eine Stop-Verkaufsorder bei 850 $ für Ihren Gold-Future- Kontrakt. Dies hat zur Folge, dass bei Erreichen oder Unterschreiten dieser Marke der Gold-Future zum nächsten gehandelten Preis (Market) verkauft wird und dadurch höhere Verluste vermieden werden. In diesem Beispiel bliebe Ihr Verlust auf 1.500 $ (15 $ x 100 Kontraktgegenwert) begrenzt.

Welche Risiken beinhaltet der Handel mit Futures?

Futures sind hochriskante Finanzinstrumente. Die Risiken sind theoretisch unbegrenzt und nicht auf die ursprüngliche Sicherheitsanforderung (Initial Margin) beschränkt. Bei gegenläufiger Kursentwicklung werden Sie aufgefordert, Sicherheiten nachzuschießen (Variation Margin).

Sie sollten beim Future-Handel niemals Kapital einsetzen, das Sie kurzfristig für Ihre private Lebensführung benötigen.

Wie kann ich im Future-Handel Verluste sinvoll begrenzen?

Eine sinnvolle Verlustbegrenzung beim Handel von Futures ist das Setzen einer Stop-Marke (Stop-Order). Schon beim Eingehen einer Position sollten Sie sich eine Marke setzen, bei deren Erreichen Sie eine mögliche Verlustposition glattstellen.

Dies sollten Sie konsequent beachten, um Verluste in einem für Sie erträglichen Rahmen zu halten. Es gilt die Handelsweisheit: Gewinne laufen lassen, Verluste kappen (begrenzen).

Wie errechnet sich das Kontraktvolumen von Futures?

Die Kontraktgrößen von Terminkontrakten sind standardisiert und werden von der jeweiligen Börse in der entsprechenden Maßeinheit festgelegt. So besitzt beispielsweise der Euro-Dollar-Future an der Globex einen Gegenwert von 125.000 € oder der Öl-Future (Crude Oil WTI) eine Kontraktgröße von 1.000 Barrel je Kontrakt.


Bei einer Preisnotierung für Crude Oil von 123,25 $ bedeutet dies einen Gegenwert in Höhe von 123.250 $ je Öl-Future-Kontrakt.

Kontraktgrößen sind grundsätzlich fix, außer bei Futures auf Aktienindizes

Kontraktgrößen sind grundsätzlich fix, unabhängig von der aktuellen Preis-Notierung des Basiswertes.
Die einzige Ausnahme zu diesem Konzept bilden Futures auf Aktienindizes. Hier sind die Kontraktgrößen variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Indexstand. Der Gegenwert eines Aktienindex-Future berechnet sich wie folgt:

Indexstand x Kontraktgegenwert

Beispiel:
DJ EuroStoxx, aktueIler Indexstand  = 3.825 Punkte
Kontraktgegenwert = 10 € pro Indexpunkt
Ein Kontrakt EuroStoxx-Future besitzt somit ein Kontraktvolumen von 38.250 € (10 x Indexstand = 10 x 3.825 = 38.250).

Wie entsteht der faire Preis eines Futures?

Der theoretische Preis eines Futures orientiert sich am Kurs des zu Grunde liegenden Basiswertes sowie an den laufzeitbezogenen Kosten und Erträgen (Haltekosten, Cost of Carry).

Die Cost of Carry berücksichtigt alle entstehenden Kosten und zufließenden Erträge des entsprechenden Basiswertes während der Laufzeit. Aufwendungen resultieren beim Halten eines Instrumentes aus Finanzierungskosten, Lagerhaltungskosten (bei Waren) und Versicherungskosten. Erträge erzielt ein Basiswert durch Stückzinsen (Anleihen), Dividenden, Barausschüttungen (Aktien) und Wertpapierleihe- bzw. Repo-Erlöse.

Cost of Carry = Kosten minus Erträge

Die Cost of Carry ist die Differenz zwischen den anfallenden Kosten und Erlösen. Sollte die Summe aller Kosten höher sein als die anfallenden Erträge, so ist die Cost of Carry positiv, und der Preis dieses Futures notiert über dem Kurs seines Basiswertes.

Beispiel:
Future auf EuroStoxx 50
aktueller Kurs EuroStoxx 50 = 3.825
Restlaufzeit: 2 Monate
Kosten: Finanzierungskosten = 3,5 % (die Finanzierungskosten wären aufzubringen für den alternativen Kauf des Aktienkorbes)                                                                                                                    Erträge: Dividendeneinnahmen + Wertpapierleiherträge = 1,0 %
Cost of Carry = Kosten - Erträge = 2,5 % (positiv)
Theoretischer Preis EuroStoxx-Future:
Indexstand + Cost of Carry für 2 Monate Restlaufzeit = 3.825 + 15,94 = 3840,94


Der Preis des EuroStoxx-Futures liegt über seinem Basiswert. Dies erklärt sich dadurch, dass die Finanzierungskosten eines vergleichbaren physischen Kaufs des Aktienkorbes (EuroStoxx) höher sind als die anfallenden Erträge. Da der Future-Preis alle Zahlungsströme seines Underlying berücksichtigt, wird diese Konstellation durch den höheren Future-Preis kompensiert.

Negatives Cost of Carry möglich
Es existieren auch Terminkontrakte mit einer negativen Cost of Carry. Das bedeutet, dass die anfallenden Erträge des Basiswertes während der Laufzeit höher sind als die entstehenden Kosten. Dies gilt beispielsweise für Futures auf Staatsanleihen bei einer normalen Zinskurve.


In diesem Fall notieren die langfristigen Stückzinsen der Anleihe höher als die kurzfristigen laufzeitbezogenen Finanzierungskosten, so dass die Erträge die Kosten übersteigen und der Preis des Futures unterhalb der Basisanleihe liegt. Je steiler die Zinskurve, desto größer ist die Preisdifferenz.

Identische Preise von Future und Basiswert am Verfallstermin.

Der Unterschied zwischen dem Preis eines Future-Kontraktes und seinem zu Grunde liegenden Instrument wird auch als Basis bezeichnet. Gegen Ende der Laufzeit nähern sich die Future-Preise dem Kurs des zu Grunde liegenden Basiswertes an. Man spricht hier von der so genannten Konvergenz der Basis. Der Einfluss der Kosten und Erträge nimmt mit geringerer Restlaufzeit ständig ab, so dass am Verfallstermin selbst die Preise von Future und Basiswert identisch sind.

Wodurch entsteht die Hebelwirkung eines Futures?

Die Hebelwirkung eines Futures erklärt sich durch den geringeren Kapitaleinsatz im Vergleich zum klassischen Kauf des Basiswertes. Bei gleichem Gegenwert der Transaktion benötigen Sie für den Handel mit Futures nur einen Bruchteil des Kapitals.

Beispiel:
Sie kaufen einen Kontrakt des Öl-Futures Crude Oil Brent WTI zum aktuellen Preis von 124 $. Crude Oil selbst notiert bei 123,25 $. Die Kontraktgröße beträgt 1.000 Barrel. Barrel ist die englische Bezeichnung für Fass (ein Fass entspricht in etwa 159 Liter).

Die Initial Margin für diese Transaktion beträgt 7.500 $, was Ihrem Kapitaleinsatz bei einem Future-Kontrakt entspricht. Beim direkten Kauf des Basiswertes Crude Oil würde Ihr Kapitaleinsatz 123.250 $ betragen (1.000 Barrel x 123,25 $). Damit erzielen Sie beim Future-Handel einen Hebeleffekt von 16,43 (123.250 $ : 7.500 $) im Vergleich zum Basiswert.

Achtung: Hebeleffekt wirkt auch bei Verlusten!

Zu beachten ist, dass der Hebeleffekt allerdings auch bei gegenläufigen Marktentwicklungen wirkt. Im Beispiel des Öl-Futures kann bei fallenden Kursen der Verlust höher sein als der ursprüngliche Kapitaleinsatz (Initial Margin) von 7.500 $.

Wie berechnet sich der Barausgleich bei Futures?

Beim Barausgleich werden auf Basis des Verrechnungskurses (Settlement-Preis) die offenen Future-Kontrakte abgerechnet und in Geld (bar) ausgeglichen. Dabei wird die Differenz zwischen Einstandskurs und Verrechnungskurs zu Grunde gelegt.

Beispiel:
Sie sind Besitzer eines DAX-Future-Kontraktes mit Einstandskurs 7.050. Am Verfallstermin, dem dritten Freitag im Fälligkeitsmonat, wird um 13.00 Uhr im Rahmen einer Auktion der Abrechnungskurs (Settlement-Preis) an der Terminbörse EUREX ermittelt.

In diesem Beispiel notiert der Settlement-Kurs bei 7.086,14 Punkten, so dass Sie einen Gewinn von 36,14 Punkten erzielt haben. Ihr Future-Kontrakt mit Einstandskurs 7050 wird dementsprechend mit einer Gutschrift von 903,50 € ((7.086,14 - 7050) x 25) abgerechnet.

Was geschieht bei der physischen Lieferung eines Future-Kontraktes?

Die physische Lieferung eines offenen Future-Kontraktes ist die Erfüllung der Verpflichtung aus dem abgeschlossenen Termingeschäft. Das hat zur Folge, dass am Ende der Laufzeit bei noch bestehenden Kontrakten das zu Grunde liegende Gut in natura ausgeliefert wird.

Entsprechend Ihrer Positionierung werden Sie zum möglichen Besitzer (als Käufer eines Futures) oder Lieferanten (als Verkäufer eines Futures) des Basiswertes.
Glattstellung der Future-Position verhindert physische Lieferung

Durch frühzeitige Glattstellung Ihrer bestehenden Future-Positionen vermeiden Sie eine physische Lieferung von Terminkontrakten. Diese ist vor allem bei Warentermingeschäften mit zusätzlichen Kosten und erheblichem Aufwand verbunden.

Wie setzt sich die Margin im Future-Handel zusammen?

Die Gesamtforderung an Sicherheiten beim Future-Handel besteht aus der Initial Marginund der Variation Margin.

Initial Margin als Absicherung der Verpflichtung
Die Initial Margin ist sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf eines Futures zur Absicherung der Verpflichtungen aus dem Termingeschäft zu hinterlegen. Diese Sicherheit wird beim Eröffnen einer Position fällig und wird daher auch Anfangs-Marge genannt. Die Höhe der Initial Margin wird von der jeweiligen Terminbörse regelmäßig den aktuellen Marktverhältnissen (sprich: Volatilität des Basiswertes) angepasst.

Variation Margin als börsentäglicher Gewinn oder Verlust
Zusätzlich zur Initial Margin werden offene Future-Positionen börsentäglich mit ihrem Abrechnungspreis (Settlement-Preis) bewertet. Diese Kursschwankungen werden mit Hilfe einer zusätzlichen Margin, der sogenannten Variation Margin, als Gewinn oder Verlust gebucht. Sollte Ihre Position verlustträchtig sein, müssen Sie Sicherheiten nachschießen. Bei positiver Kursentwicklung Ihres Future-Kontraktes erhalten Sie durch die Variation Margin eine Gutschrift.

Wie berechnet sich die Höhe der Variation Margin eines Futures?

Die Variation Margin ist das Ergebnis einer börsentäglich vollzogenen Gewinn- und Verlustrechnung Ihrer offenen Future-Position. Die Variation Margin kann positiv oder negativ sein und führt zu einer entsprechenden Buchung (Gutschrift oder Belastung) auf Ihrem Margin-Konto.


Der DAX-Future als Beispiel für die Berechnung der Variation Margin
Sie sind Käufer eines DAX-Future-Kontraktes mit einem Einstandspreis von 7.050. Der Kontraktgegenwert beträgt 25 € pro Indexpunkt, die Initial Margin für diese Transaktion beläuft sich auf 12.300 €. Beim Halten der Position über Nacht wird auf Grundlage des Schlusskurses des DAX-Future die Variation Margin berechnet.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Variation Margin in Abhängigkeit vom Kursverlauf des DAX-Futures:

DAX-Verlauf Schlusskurs DAX-Future Variation Margin
unverändert 7.050 (keine Buchung)
+ 50 Punkte 7.100 + 1.250 € (Gutschrift)
+ 100 Punkte 7.150 + 2.500 € (Gutschrift)
- 50 Punkte 7.000 - 1.250 € (Belastung)
- 100 Punkte 6.950 - 2.500 € (Belastung)

 

 

 

Welche Kosten und Gebühren fallen beim Handel mit Futures an?

Beim Handel mit Futures fallen Transaktions-, Finanzierungs- und Währungskosten an.

Transaktionskosten
Bei jeder Transaktion (Kauf und Verkauf) fällt eine Kommission an, deren Höhe abhängig ist von der jeweiligen Währung des Future-Kontraktes und Ihrem Handelsvolumen pro Monat. Je mehr Sie handeln, umso preiswerter ist der einzelne Kontrakt. Folgende Übersicht verdeutlicht die Gebührenstruktur:

Handelsvolumen : Anzahl Kontrakte pro Monat

Währung 0-250 251-1.000 1.001 - 5.000 5.001 - 10.000 10.001 - 50.000 > 50.000
EUR 6,0 3,0 1,5 0,85 0,5 0,3
USD 6,0 3,0 1,5 0,85 0,5 0,3
GBP 5,0 2,50 1,25 0,71 0,42 0,25
CHF 8,0 4,0 2,0 1,13 0,67 0,4
SEK 75 40 20 10 5 3
JPY 1.000 800 750 650 550 500
SGD 15 7,5 3,75 2,25 1,5 1
AUD 10 5 2,5 1,42 0,83 0,5
CAD 6 3 1,5 0,85 0,5 0,3

 

Beispiel:
Sie handeln regelmäßig Bund-Futures an der EUREX. Die Gebühren pro Kontrakt für die Nutzung der Handelsplattform sind abhängig von der Anzahl der monatlich gehandelten Future-Kontrakte. Handeln Sie im entsprechenden Monat 100 Kontrakte Bund-Futures, so zahlen Sie insgesamt 600 € (6 € pro Kontrakt) an Gebühren. Würden Sie insgesamt 300 Kontrakte Bund-Futures in dem Monat umsetzen, so wären nur noch 3 € pro Kontrakt an Gebühren fällig, insgesamt somit 900 €.

Hinzu kommen noch Gebühren der jeweiligen Börse, die je nach Produkt sehr unterschiedlich ausfallen. Im Beispiel des Bund-Futures an der EUREX sind zusätzlich 0,20 € Börsengebühr pro Kontrakt fällig.

Finanzierungskosten
Es fallen keine zusätzlichen Finanzierungskosten an (diese sind schon Bestandteil eines jeden Futures-Kurses).

Währungskosten
Beim Handel in Fremdwährung (Nicht-Euro) besitzen Sie ein Währungsrisiko. Dabei wird Ihnen beim Kauf und Verkauf die jeweilige Geld-Brief-Spanne der entsprechenden Devisentransaktion in Rechnung gestellt.

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